Die Seite wird geladen,
bitte warten...

www.ULANI.net © Philippe Ochsenbein, Switzerland
ULANI
ETAP 46 DS, Monohull, Sloop
Switzerland, Basel
HBY4319
269 726 000
infoulani.net

Bilder und Berichte 2018

Rundreise Australien 2018
Australien 21.10.2018   Monkey Mia - Delfine am Strand
25°55'31.5"S, 113°31'46.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Auf diese Halbinsel kommen wohl alle Touristen nur um die Delfine zu sehen. Am Strand von Monkey Mia kommen sie fast täglich nahe an das Ufer und warten geduldig bis sie einen Fisch ergattern. Sie erhalten nur etwa 10% ihres Tagesbedarfs, so sind sie noch immer auf die natürliche Jagd angewiesen und verlernen dies nicht. Aus früheren Fehlern hat man gelernt: Noch vor 30 Jahren wurden die Meeressäuger derart überfüttert, dass sie bald schon ihr erlerntes Jagdverhalten vergassen und auch nicht mehr an die Nachkommen weitergaben. Die Folge war ein massiver Rückgang der Population, da die Jungtiere ohne «Ausbildung» verhungerten.
Bild wird geladen...
Zuschauer müssen draussen bleiben
Delfine müssen das ganze Wissen über die Nahrungssuche, die Sprache und das Sozialverhalten von der Mutter und den anderen im Verband lebenden weiblichen Tiere lernen.

Für die «Delfin-Erfahrung», wie die kurze Fütterung genannt wird, werden wir vorab ausgiebig instruiert. Nebst dem Flyer, den wir bei der Eintrittskasse erhalten haben, wird nun auf alles nochmals mehrmals hingewiesen. Vorallem bei der Fütterung um 08:00 Uhr werden die Verhaltensregeln streng durchgesetzt. Die nachfolgenden beiden Fütterungen, die ebenfalls noch vormittags stattfinden, sind lockerer und viele Besucher sind bereits wieder weg. Da es aber immer wieder faszinierend ist Delfine zu beobachten und wir eh einen Tagespass gelöst haben, bleiben wir auch für die Wiederholungen. Übrigens ist nicht garantiert, dass die Tiere nochmals kommen. Aber wie uns die Statistik-Tafel beim Eingang verrät, war dies nun bereits die ganze Woche so: die Fisch-Häppchen sind beliebt und alle Fütterungen waren besucht. Bis zu 11 Delfinen kamen die letzten Tage gleichzeitig, bei uns waren es maximal fünf. Aber das tat dem Erlebnis keinen Abbruch. Übrigens haben alle Tümmler einen Namen und werden an den Kerben an der Rückenflosse und Kratzern eindeutig identifiziert.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Der Star des Tages (wahrscheinlich der letzten und nächsten Wochen auch), war Piccolo mit ihrem Kalb. Das 70cm lange Delfinchen ist erst sechs Tage alt und begleitet die Mutter auf Tritt und Schritt. Die zwei werden auch bevorzugt behandelt und nur von der Rangerin direkt bedient. Das Kleine erhält natürlich noch keinen Fisch, es wird noch gesäugt. Alle 10 bis 15 Minuten muss es von der Mutter gesäugt werden und dazu müssen sie sich ins tiefere Wasser zurückziehen. Das ist offensichtlich der Grund, dass die beiden immer als erste versorgt werden.


Koordinaten zum Anklicken:
Monkey Mia: 25°47'39"S, 113°43'07"E
Australien 20.10.2018   Denham - Meer, Muscheln und Wind
25°55'31.5"S, 113°31'46.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Wie schon oft liegt auch das Dorf Denham abgelegen. Ein paar Auto-Stunden sind es schon zur nächsten richtigen Stadt (Geraldton ca. 400 km). Auf dieser langen Halbinsel ist Denham der einzige Ort weit und breit und deshalb schlagen hier viele Touristen ihr Basislager auf. Auf der Anfahrt besuchten wir den Hamelin Pool und den Shell Beach. Beide Stopps liegen am Meer, genauer gesagt am südlichen Ende der Shark Bay. Diese grosse Bucht ist sehr flach, die Wassertiefe beträgt maximal 15 Meter. Der Hamelin Pool ist bei Niedrigwasser durch eine Art Unterwasserschwelle vom Rest der Bucht getrennt. Die Sonne lässt einen grossen Teil des Wassers verdunsten und
Bild wird geladen...
Milliarden von Muscheln am Shell Beach
so ist es keine Überraschung, dass der Salzgehalt etwa doppelt so hoch als im üblichen Meerwasser liegt. Am Shell Beach, wie der Name schon verrät, liegen Milliarden von Muscheln. Der sehr weitläufige und breite Strand und auch der Meeresboden ist voll davon. Der Muschelteppich soll teilweise bis zu 15 Meter dick sein - was für eine gigantische Menge! Sie sind alle von der selben Art, fast gleich gross und schneeweiss. Im Laufe des Nachmittags treffen wir in Denham ein. Es ist Nachsaison, obwohl es erst jetzt langsam angenehm warm wird. Die Schulferien sind zu Ende und in dieser Jahreszeit sind die Australier wieder zurück zu Hause. Alle Campingplätze bieten Nachsaisonpreise an und haben viel Platz. Vielleicht ist das der Grund, dass nun der Hauptteil der Touristen aus «Overseas» stammen. Es klingt jedes Mal wieder seltsam, wenn die Australier von «Tourist's from Overseas» sprechen und damit eigentlich uns Europäer meinen. So hören wir dann auch oft Schweizerdeutsch und andere europäische Sprachen. Zu unserer Freude erhalten wir einen Übernachtungsplatz mit Meerblick - grandios!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Hamelin Pool: 26°24'06"S, 114°09'43"E
Shell Beach: 26°13'00"S, 113°46'38"E
Australien 14.-19.10.2018   Carnarvon - Sonne geniessen und Karten spielen
24°52'46.5"S, 113°39'41.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Auf dem Weg, wir hatten gerade Exmouth verlassen, rennen Emus vor uns über die Strasse. Die flache Gegend ist nicht so übersichtlich wie man meint, denn die Strasse senkt sich manchmal in weite Mulden ab um bei Überschwemmungen die Wassermassen geordnet über den Asphalt strömen zu lassen. Jetzt ist zwar alles trocken, aber beim durchfahren dieser Senkungen kann es vorkommen, dass man einen Laufvogel nicht sieht. Und genau so steht plötzlich ein riesen Federvieh direkt vor uns. Ich trete in die Eisen - der grosse, gut meterhohe Vogel
Bild wird geladen...
Sandverwehungen
erschrickt, breitet seine Flügel aus und hebt glücklicherweise rechtzeitig ab. Es war eine Wammentrappe (engl. Australian Bustard), die wir fast umgenietet haben. Jedoch sind wir alle drei mit einem Schrecken davon gekommen.

Angekommen in Carnarvon beziehen wir unseren Campingplatz und relaxen erst einmal. Die Sonne brennt herunter und so stellen wir uns in den Schatten eines kleinen Baumes. Aber da hier an dieser Küste der Wind in dieser Jahreszeit stark bläst, ist ein Sitzen im Schatten wiederum fast zu kalt - tja nie ist es recht;-) Mit Thomas und Isabella jassen (Schweizer Kartenspiel) wir zwei Abende lang, dann ziehen sie weiter. Ihr Zeitplan ist etwas enger als unserer. Am folgenden Tag erfahren wir von den Berner Motorradfahrer, Xenia und Martin, dass es weiter unten im Süden schon recht fröstelig sei. Also warum die Eile? Wir hängen noch einen Tag dran und erledigen hier oben in einer Wind geschützten Ecke lange aufgeschobene administrative Arbeiten. Das Internet auf dem Campingplatz ist sehr gut und so wird uns auch nicht langweilig.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Angaben im Internet:
https://en.wikipedia.org/wiki/Australian_bustard
Australien 14.10.2018   Exmouth - Wilde Emu und Berner Biker
21°56'17.8"S, 114°07'53.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Als wir unsere Campingmöbel verstaut und das Stromkabel eingezogen hatten, wollten wir losfahren. Nach wenigen Metern sehen wir eine Emu-Familie vorbei schlendern. Motor sofort gestoppt, Digitalkamera gepackt und sofort hinterher. Ich lasse Sandra in der Eile im Auto zurück und schliesse mich der Horde der Verfolger an.

Überall im Park sind Warnzettel aufgehängt. Man soll die Emus auf keinen Fall füttern, da sie recht aggressiv werden können.
Bild wird geladen...
Wilde Emu-Familie besuchen die Camper
Trotzdem nähere ich mich den Vögeln vorsichtig um sie zu filmen und ein paar Bilder zu schiessen. Die Jungen sind sehr scheu und der stolze Vater hat die Ruhe weg. Er hackt da und dort mal in die Rinde eines Baumes und trottet gemütlich weiter.

Ein schöner Abschluss von unserem Aufenthalt in Exmouth. Nun geht die Fahrt weiter in Richtung Süden. Wir haben die Zeit hier sehr genossen, denn die Gegend ist wirklich schön und der Campingplatz hatte eine sehr gute Infrastruktur! Vor zwei Tagen haben wir Martin und Xenia kennen gelernt. Die beiden Berner sind mit ihren eigenen Motorrädern von der Schweiz bis hierher gefahren (ähhh quasi - natürlich haben sie nach Australien per Schiff übergesetzt).

Einen Abend lang sassen wir also da: 6 Schweizer - alle irgendwie nicht ganz normal! Die einen fahren mit einem Expeditionsfahrzeug oder auf dem Motorrad, die anderen segeln nach Australien. Eines haben alle gemeinsam: Wer viel erlebt, kann viel berichten! .

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Angaben im Internet:
http://xtadventures.ch/    (Homepage von Martin und Xenia)
Australien 04.-13.10.2018   Exmouth und Ningaloo Cape Range National Park
21°56'17.8"S, 114°07'53.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Bild wird geladen...
An der Westküste, ziemlich genau in der Mitte, liegt . das Nordwestkap. Auf dieser Halbinsel befindet sich an der Ostflanke der Ort Exmouth und an der Westküste der Cape Range National Park. Die Schutzzone umfasst ebenfalls einen Teil des Meeres und der vorgelagerten Riffe. Das Wasser rund um diese Halbinsel beherbergt eine vielfältige Fauna. So können Schildkröten, Walhaie und Buckelwale beobachtet werden. Einen Walhai haben wir noch nie gesehen, leider ist die beste Zeit bereits vorüber um den grössten Fisch der Erde zu sehen.
Bild wird geladen...
Rock-Wallabies beobachten
Aber es hat noch immer viele Buckelwale, die mit ihren Jungtieren warten bis diese gross genug sind um zur Reise in die kälteren Gewässer im Süden aufzubrechen.

Es werden Unternehmungen wie Rifftouren mit Glasbodenbooten, Schiffstouren zur Walbeobachtung und vieles anderes angeboten. Mit unseren Ferngläsern und dem grossen Teleobjektiv können wir die Meeressäuger aber auch vom Ufer aus betrachten.

Ein grosser Teil des Nationalparks ist mit einer asphaltierten Strasse gut erschlossen. Thomas will einen Übernachtungsplatz im Park buchen und fragt uns ob wir mit von der Partie sind. Es gibt da ausser einem Plumpsklo keinerlei Versorgung, aber falls unsere Batterie schlapp machen würde, seien sie bereit uns etwas seiner Solarkraft abzugeben. Gerne nehmen wir das Angebot an, zumal die Chance besteht, dass unsere Batterie für eine Nacht durchhalten würde.

Unsere Wegbegleiter bleiben gleich vier Tage im Park, wir schliessen uns aber nur eine Nacht an. So ganz ohne eigene Sanitäre Installationen wird es dann doch etwas unkomfortabel. Schon beim Anfahren besuchen Sandra und ich viele der Strände. Unser gebuchts Nachtlager liegt ganz am Ende der geteerten Strasse. Als wir ankommen werden wir vom Platzwart begrüsst. Schnell merkt er, dass wir aus der Schweiz sind und er gibt sich ebenfalls zu erkennen - er heisst Heinz - ebenfalls ein Eidgenosse. Arbeitet und wohnt schon Jahrzente in Australien, ist hier vereiratet. Abends trifft man sich zum Sundowner und Heinz unterhält die ganze Runde bis die Sonne untergeht. Mit dem Westwind wird es dann schnell kühl und wir werden zum Kaffee in den OBELIX eingeladen.

Bild wird geladen...
Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Natürlich habe ich viele technische Fragen, die mir Thomas alle mit Engelsgeduld beantwortet. Das Leben und Reisen in OBELIX hat viele Gemeinsamkeiten mit unserem Bordalltag auf der ULANI. Am folgenden Morgen müssten wir um 10:00 Uhr den Platz geräumt haben, aber schon beim gemeinsamen Frühstück werden wieder Geschichten erzählt und die Zeit verrinnt. Kurz nach zehn steht Heinz vor uns und erinnert uns höfflich an das Platzräumen-bis-Zehn.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Da die einzelnen Campingparzellen so gross sind, dass auch locker zwei Fahrzeuge darauf stehen können, dürfen wir unser Auto auf den Platz von Thomas und Isabella dazu stellen. Heinz ist einverstanden und erlaubt uns dies bis am Abend, dann müssen wir den Platz aber verlassen haben. Für uns ideal, so können wir ohne viel Aufwand das Auto 5 Meter verschieben und anschliessend zusammen den Track im Yardie Creek beschreiten. Dieser startet auch gleich hinter dem Camping. Danach ein gemeinsames Mittagessen und schon wieder plaudern. Um 16:30 Uhr eisen wir uns dann endlich los. Wir wollten ja noch einen ausgelassenen Strand besuchen und noch bei Tageslicht auf einen normalen Campingplatz ausserhalb des Parkes gelangen.


Koordinaten zum Anklicken:
Nacht 079+080 Ningaloo Caravan und Holiday Resort: 21°56'10.4"S, 114°07'41.9"E
Nacht 081 Yardie Creek Campsite (NP): 22°19'15.6"S, 113°48'46.7"E
Nacht 082 Ningaloo Lighthouse Caravan Park: 21°48'27.9"S, 114°06'48.8"E

Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/North_West_Cape
Australien 03.10.2018   Nanutarra Roadhouse und Wildblumen
22°32'36.7"S, 115°30'01.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Der Abschied vom letzten Ort fiel uns nicht schwer und wir freuen uns auf das was vor uns liegt. Unser Ziel ist Exmouth und das Nordwestkap mit seinem Cape Range National Park. Die ca. 620 km unterteilen wir mit einer Übernachtung hinter dem Nanutarra Roadhouse.

Die Strassenverhältnisse sind gut und führen uns über eine flache und trockene Gegend. Wie wir gehofft hatten, blühen in dieser Jahreszeit die Wildblumen.
Bild wird geladen...
Die Wüste blüht
Der Strassenrand ist gesäumt von flachen Gewächsen, die nun ihre volle Pracht zeigen. Zugegeben es sind keine grossen Blumen, aber für eine Wüste doch erstaunlich.

Als wir unser Nachtlager beziehen ist es früher Nachmittag. Da wir als eine der Ersten auf den kleinen Campingplatz hinter dem Roadhouse fahren, dürfen wir uns einen Platz aussuchen. Es ist reiner Zufall, dass Sandra genau in diesem Moment aufschaut als OBELIX vorbei fährt. Bis wir das Telefon zur Hand, die Nummer gesucht und gewählt haben sind Thomas und Isabella bereits ein rechtes Stück weiter. Sie übernachten auf einem Rastplatz wo man dies für 24 Stunden auch darf. Am folgenden Tag schliessen wir auf und stoppen kurz bei ihnen. Die Wildblumen werden nun auch von Nahem abgelichtet. Wir sprechen uns ab und werden den gleichen Campingplatz in Exmouth nehmen, so können wir mal ausgiebig gegenseitig von den Reisen der anderen erfahren.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...
Australien 28.09. bis 02.10.2018   Port Hedland und Karratha
20°45'10.9"S, 116°48'48.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Bei unserer Umrundung von Australien war eigentlich immer klar, dass wir hier im Westen der Küste folgen würden. Also boten sich die beiden Orte Port Hedland und Karratha für einen Stopp an.

Wirklich sehenswert sind sie aber beide nicht. Eigentlich hätten wir die beiden Ortschaften getrost auslassen können. Im Nachhinein erfahren wir, dass wir mit unserem Auto auch Naturstrassen im Karijini Nationalpark hätten befahren können.
Bild wird geladen...
Die ersten Wildblumen
Diesen Inlandloop würden wir heute wählen - aber was soll's... jedenfalls haben wir nun viele Steine und hässliche Raffinerien gesehen.

Das Beste an Port Hedland sei der Hafen und das Beobachten der ankommenden Pötte sowie sei auf dem Campingplatz freies Internet verfügbar. Also einlaufende Schiffe haben wir nun wirklich schon ein paar Mal gesehen und dann ging auch noch das Internet nicht. In Karratha dann das selbe - nichts mit online und so. Einen kurzen Ausflug nach Dampier und zur Burrup Peninsula soll sich lohnen, da könne man historische Felsmalereien von den Aboriginals bestaunen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Natürlich suchen wir den Ort auf und hören kurz einem einheimischen Fremdenführer zu der gerade eine Gruppe vor einem Gekritzel ausführlich informiert. Ob das alles wahr ist... alles wirkt ein bisschen künstlich gesucht aufgepeppt und fantasievoll ausgeschmückt. Als wir die banalen Kunstwerke sehen, schiesst mir durch den Kopf: solch auf Steine gekratzte Bilder kann jedes Kind zeichnen und könnte sogar extra für die zu unterhaltenden Touristen hergestellt worden sein... ich weiss nicht. Hat's nichts? So kreiert man halt was...


Koordinaten zum Anklicken:
Nacht 073+074 Port Hedland: 20°18'37.5"S, 118°38'19"E
Australien 27.09.2018   Sandfire Roadhouse, am Rande der «Great Sandy Desert»
19°46'11.5"S, 121°05'32.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Im kleinen Zentrum von Broome füllten wir noch unseren Kühlschrank, den Tank und beide Benzinkanister. Für einen Zwischenstopp planten wir das Sandfire Roadhouse ein. Einkaufen können wir da nicht und die Treibstoffpreise sind an abgelegenen Orten meist schwindelerregend. Nach etwa vier Stunden biegen wir von der Asphaltstrasse auf die sandige Zufahrt zum Campingplatz hinter dem Roadhouse ein. Weil wir immer recht früh aufstehen und nach dem gemütlichen Frühstücken und Einkaufen noch immer eher die Ersten auf der Strasse sind, können wir uns den Stellplatz auf dem noch leeren Camping-Grundstück aussuchen. Es ist 13:00 Uhr und die Sonne brennt - wir entscheiden uns für einen Schattenplatz unter lichten Bäumen.
Bild wird geladen...
Ein grosses Kamel
Am hinteren Ende hört man den Strassenlärm und das Knattern der Strom-Generatoren (Dieselmotoren in einer Blech-Barackke) am wenigsten.

Da wir uns am Rande der «Great Sandy Desert» befinden, herrscht Wüstenklima: also wird es nachts angenehm kühl. Zwar nicht mehr so kalt wie noch im Winter in Alice Springs (2°), aber kühl genug um sehr gut zu schlafen - so um die 16 Grad. Das Kamel, das nur mit einem kleinen Stacheldraht von uns abgetrennt lebt, entdecken wir sofort. Aber im Laufe des nachmittags und am Abend tauchen immer mehr Bewohner dieser Wüstenoase auf. Viele Pfaue, weisse und blau-grüne, sowie andere Vögel, ein paar Kängurus und eine riesige Echse besuchen uns.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Die Pfaue kennen keine Scheu und schleichen um unseren Tisch als wir zu Mittag essen. Auch am Morgen tröten sie (es klingt wie ein Regattasignal beim Zieleinlauf der hinteren Ränge) und schauen uns bettelnd an. Aber bei uns gibt es keine Brotkrümmel, da wir morgens nur Rühreier essen. Und Kanibalismus ist dann doch «too much»!
Australien 25.+26.09.2018   Endlich Vollmond in Broome
17°58'33.9"S, 122°12'46.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Zugegeben, wir haben die Urlaubszeit in Broome wirklich genossen. Es waren am Ende immerhin 13 Nächte die wir da verbracht haben. Mit Tagestemperaturen bis 39 Grad (nachts um die 20) fühlte sich die Zeit wirklich wie Sommerferien an. Oft benutzten wir nachmittags den Pool um uns abzukühlen.

Aber der Hauptgrund für den langen Aufenthalt war das Warten auf den Vollmond. In diesen drei Tagen kann ein spezieller Effekt beobachtet werden. Es sollte aber alles stimmen: wolkenloser Himmel, Ebbe und ein dunkler Nachthimmel beim Aufgang des Mondes.
Bild wird geladen...
Klangvoll untermalt mit Didgeridoo
Es gibt verschiedene Aussichtspunkte, die sogar im Stadtplan verzeichnet sind, jedoch soll die leicht erhöhte Terrasse des Mangrove Hotels die beste Sicht auf «The Staircase to the Moon» bieten.

Der leuchtende Vollmond wird dabei auf dem Wasser und dem sanft gewellten, lehmigen Meeresboden widerspiegelt. Diese Rippen im noch feuchten Schlamm und die Wellen ergeben im Idealfall ein treppenähnliches Bild die hoch zum Mond führt - so wird das angepriesen. Die Stimmung auf der Terrasse ist gut und wird durch eine Liveband untermalt. Kurz bevor sich der anfänglich dunkelorange, fast rote Mond am Horizont zeigt, beginnt das elektronisch verstärkte Didgeridoo zu brummen. Ein gelungener akustischer Moment, der uns fast Gänsehaut verursacht. Am ersten Tag ist noch Dämmerungslicht als sich der Mond zu zeigen beginnt. Da wir nun so lange hier waren und nicht wissen wie der Effekt in völliger Dunkelheit wirkt, gehen wir am folgenden Tag nochmals hin. Um einen Parkplatz und einen guten Standort am Geländer zu erhaschen, sind wir früh dran. Wir verlassen unseren guten Platz nicht mehr und warten auf den Mond, der jedoch dann erst zwei Stunden später aufging. Ohne Stativ und mit grossem Zoom sind unverwackelte Bilder nur noch mit viel Konzentration und Aufstützen der Kamera möglich.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Erst am nächsten Morgen entdecke ich, dass meine Füsse, Beine und Arme mit Mückenstichen übersäht sind. Naja - mal wieder - es juckte mich noch ein paar Tage lang, aber das kommt eben davon wenn man(n) keine langen Hosen anziehen will.
Australien 17.+18.09.2018   Ausflug in den Südwesten von Broome
17°58'33.9"S, 122°12'46.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Auf dem Campingplatz entdecken wir ein grosses Fahrzeug mit Schweizer Kennzeichen und Aufkleber. Natürlich sprechen wir die Bewohner dieses grossen Expeditions-Fahrzeuges an und lernen Thomas und Isabella kennen. Da wir in der Schweiz ebenfalls ein Paar kennen, die ein sehr ähnliches Fahrzeug besitzen, frage ich nach und siehe da: sie kennen Ueli ebenfalls. Die Welt ist klein!

Sie erzählen uns von ihren Reisen und den geplanten Projekten. Wir finden viele Parallelen zu unseren Erfahrungen - Reisen in exotischen Ländern, Umgang mit Behörden - ja da kommt uns vieles bekannt vor. Da sie noch höher in den Norden wollen, es ist eine 4x4 Strasse und kommt für uns somit nicht in Frage, verabschieden wir uns. Möglicherweise sehen wir sie mal irgendwo wieder, denn sie werden später ebenfalls die Westküste in den Süden fahren.
Bild wird geladen...
Trockene Sandpiste zeigt uns unser Limit!
Wie bereits erwähnt nehmen wir uns hier in Broome ein wenig mehr Zeit und geniessen das prächtige Sommerwetter. Täglich schwimmen wir im Pool und machen kleine Ausflüge.

Nebst einem ausgiebigen Besuch im Ort fahren wir raus zu den beiden Kaps im Südwesten der Halbinsel. Nachdem wir uns zuerst das nördliche Ende der Peninsula anschauten, wollen wir nun noch zum Jetty am südlichen Ende.

Die direkte Verbindungsstrasse zwischen den beiden Kaps ist eine Sandpiste. Es ist trocken, die Naturstrasse ist offen und wir wagen es... Teils ist der Sand hart und gerippt, dann geht das Fahren zwar gut, aber alles vibriert! Wenn auf der harten Unterlage eine dünne feine Sandschicht liegt, rollen wir angenehm sanft. Auf mehreren Teilstücken hatte es aber 20 cm (und mehr) weichen Sand, dann drehen oft die Hinterräder durch, doch ich versuche das Tempo von ca. 30 Km/h dennoch zu halten. Beim Steuern werden die Vorderräder auch mal quer durch den Sand geschoben bis sie wieder greifen und die Richtung vorgeben. Anhalten möchte ich hier auf keinen Fall, sonst bleiben wir womöglich stecken.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Gantheaume Point Lighthouse: 17°58'25.8"S, 122°10'37.4"E
Broome Jetty: 18°00'14.5"S, 122°12'40"E

Angaben im Internet:
http://www.awas-mgd.ch/    Homepage der Reisen von Thomas und Isabella mit ihrem OBELIX
Australien 14.+15.09.2018   Broome - am Indischen Ozean
17°58'33.9"S, 122°12'46.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Bild wird geladen...
Nach den letzten beiden Kurzstopps planen wir in Broome einen längeren Aufenthalt, denn wir wollen bei Vollmond die »Staircase to the Moon» beobachten. Bei Ebbe sollte die Widerspiegelung des Vollmondes - natürlich bei klarer Sicht - über dem welligen Lehmboden eine Treppe zum Mond ergeben. Dieses Naturschauspiel soll recht schön sein und da wir eh schon mal hier sind... Zeit haben wir noch genug.

Also beschliessen wir in Broome etwas Urlaub zu machen. Wir suchen uns einen Campingplatz mit einem Schwimmbad aus. Es ist Nachsaison und wir können sogar noch von einem Preisnachlass (Wochenpreis) profitieren.
Bild wird geladen...
Wir gönnen uns Urlaub
Als wir ankommen brennt die Sonne und es ist uns klar, dass wir einen Schattenplatz aussuchen müssen. Als die nette Dame vom Empfang nach der Mittagspause zurückkommt, wissen wir bereits welchen Standplatz wir gerne hätten. Die meisten anderen Camper haben Klimaanlagen, aber wir brauchen wirklich Schatten. Wir haben Glück, der Platz ist noch frei und unserem Wunsch wird entsprochen. Direkt neben dem Swimmingpool - ideal!

Nun haben wir viel Zeit! Lesen, Sonnenbaden, Ballspiel im Pool - Urlaub eben. Dazwischen Wäsche waschen, Fotos sortieren, Homepage updaten und die Gegend erkunden. Einen ersten Ausflug machen wir an den Cable Beach. Fast wie ein zweites Dorf hat sich ein Quartier rund um diesen Sandstrand gebildet, alles Hotels, Hostels und Privatunterkünfte. Der Strand ist wirklich einen Besuch wert. Auch den kleinen Wochenendmarkt schauen wir uns an und im Ort sind ebenfalls die grossen zwei Supermarktketten mit einer Filiale vertreten. Die Verpflegung ist also auch kein Problem. Nach dem Einkaufen geht es zurück zum Zeltplatz und da mit einem Sprung direkt ins kühle Nass - herrlich!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Angaben im Internet:
https://www.australiasnorthwest.com/page/staircase-moon
https://de.wikipedia.org/wiki/Didgeridoo

Spiel eines Didgeridoos:
Australien 12.-13.09.2018   Halls Creek und Fitzroy Crossing
18°13'40.7"S, 127°40'02"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Zuerst in Richting Süden, später nach Westen - wir folgen der Strasse - kilometerlang! Zwischen unseren Nachtlagern gibt es keine Ortschaften und keine Häuser. Vereinzelt geht mal eine Seitenstrasse weg, wobei es sich um Sandpisten handelt. Oft grasen Rinder und einige Male auch ein paar ausgemergelte Pferde am Strassenrand. Sie weiden meist frei, ohne Zaun, aber wo wollten sie auch hin. Und hier wiederum einige Kadaver, auch ganze Kuhgerippe. Ebenfalls Greifvögel mit prächtigen Federn liegen tot im Graben. Oft steigen sie im letzten Moment auf wenn sie von Autos aufgeschreckt werden. Vertieft im verwesenden Fleisch sind sie manchmal auch zu spät und klatschen gegen eine Kühlerhaube oder Windschutzscheibe. Indianer könnten leicht so manchen Kopfschmuck aus den vielen Adler- und Falkenfedern basteln. Nur eben - Indianer hat es in Australien noch keine - hingegen Cowboys schon:-)
Bild wird geladen...
Kieselsteine kleben am hauchdünnen Bitumenbelag
Am zweiten Tag, mitten auf einer langen Geraden, steht am Strassenrand ein Auto. Der Fahrer winkt - er scheint ein Panne zu haben - wir bremsen ab und fragen wie wir helfen können. Mit dem einzelnen Mann sprechen wir zunächst englisch, bemerken aber, dass er auch aus Europa stammen müsste. Später stellt sich heraus, dass er aus »Germany» ist - also gehts in deutsch weiter.

Er habe sich etwas verschätzt und sein Benzin ginge ihm nun bald aus. Es sind noch 75 km bis zur nächsten Tankstelle. Wir haben zwar noch 15 Liter in einem Kanister (Notreserve) sind aber nicht sicher ob wir einen Teil davon nicht selber benötigen. So schlage ich vor, er solle doch bis zum letzten Tropfen weiterfahren und wir folgen ihm. So wissen wir wie weit er mit seinem Rest noch kommt und können dann besser abschätzen wie wir unseren Kanister aufteilen würden. Nun fährt auch er die sparsamen 90 km/h und tatsächlich schafft er es noch ganz knapp bis zur Zapfsäule. Erleichtert bedankt er sich - viel haben wir ja nicht gemacht. Gute Reise und so weiter und wir trennen uns... Auch wenn die Tankstellen im Normalfall weniger als 200 km auseinander liegen, sollte man einen gefüllten Reservekanister dabei haben - man weiss ja nie ob die Tankstelle wirklich auch noch in Betrieb ist!


Koordinaten zum Anklicken:
Nacht 058 Fitzroy Crossing: 18°11'35.1"S, 125°34'05.3"E
Australien 08.-11.09.2018   Wir passieren die Grenze...
15°47'09.7"S, 128°44'07.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Kaum zu glauben, aber auf der 500 km langen Strecke von heute passieren wir eine Grenzkontrolle! Wir mussten zwar den Reisepasse nicht zeigen, aber unser Fahrzeug wurde genau inspiziert. Vor allem auf die Kühlbox und den Kühlschrank wurde das Augenmerk gelegt. Beim Staatsübertritt zu Western Australia dürfen bestimmte Lebensmittel nicht mitgenommen werden. Die Biosecurity will so verhindern (oder eher reduzieren), dass bestimmte Schädlinge nicht in den Westen gelangen. Mitten im Nirgendwo müssen wir an einer Schranke anhalten und zwei einsame Beamte kontrollieren uns.
Bild wird geladen...
Wallaby
Schon vor Tagen haben uns Australier über diese Kontrolle gewarnt und so haben wir nur einen Restbestand an unbedenklichen Esswaren dabei.

Kurz nach der Grenze gelangen wir nach Kununurra. In diesem etwas grösseren Dorf wollen wir ein paar Tage bleiben. Es ist tagsüber mittlerweile so heiss, dass wir einen Campingplatz mit Swimmingpool wählen. Nachts ist es dann noch immer um die 20 Grad und der Ventilator läuft permanent.

Wir informieren uns im Besucherzentrum über die Ausflugsmöglichkeiten. Gerne würden wir den Purnululu Nationalpark besuchen. Die Sandsteinformationen da, besser bekannt als «Bungle Bungle» sollen spektakulär sein. Leider führt nur eine schlechte Naturstrasse in den Park. Diese 60 km kann man nur mit einem 4x4 Fahrzeug absolvieren. Und auch diese kommen nur sehr langsam vorwärts und brauchen scheinbar mehrere Stunden pro Weg! Es werden Rundflüge und Helikoptertransfers angeboten. Aber selbst der Tagesausflug mit einem Offroad-Bus kostet uns viel zu viel! Nur um ein paar schöne rote Felsen zu sehen, müssen wir keine 750 Dollar ausgeben!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Stattdessen besuchen wir den Mirima Nationalpark. Auch hier gibt es diesen rot schimmernden Sandstein. Die Nationalpark-Gebühren kann man sich sparen, wenn man das Auto ausserhalb parkt. Es sind ja nur zwei Kilometer vom äusseren Parkplatz.
Australien 07.09.2018   Hot Springs in Katherine
14°29'08.6"S, 132°15'22.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nach ein paar Stunden auf der Strasse kommen wir in der kleinen Ortschaft Katherine an. Für die Fahrt nehmen wir uns jetzt immer ein bisschen Zeit, denn die haben wir ja. Konsequent versuche ich immer genau 90 Km/h zu fahren, so sparen wir 25% Benzin. Die Kosteneinsparung finanziert uns gleich die halben Campingplatzkosten.

Wir erhalten einen Platz an der Sonne - was in diesem Falle nicht so optimal ist - sie brennt herunter und heizt unser Schlafzimmer auf!
Bild wird geladen...
Und die Tierwelt ist auch gut vertreten
Aber mit unserem Taschenkompass wissen wir immer wie die Sonne im Laufe des Tages wandern wird. Schnell ist klar, dass der Schatten zu unseren Gunsten dreht.

Nur 350 Meter hinter dem Campingplatz sprudelt eine heisse Quelle aus der Erde. Es sind drei Becken angelegt worden, die für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind. Es ist so heiss am Nachmittag, dass wir uns aufmachen um uns in den Hot Spings (!) abzukühlen. Das Wasser ist glasklar und hat im oberen Becken angenehme 28 Grad. Mit einem natürlichen Kanal werden die unteren Badelöcher gespiesen, wo es dann schon etwas kühler ist. Wahrscheinlich mischt sich das Wasser mit einer weiteren Quelle die nicht so warm ist. Gerade unterhalb dieser Thermalquelle fliesst der Katherine River vorbei. Schon auf dem Spaziergang zum Badeplatz wird auf Schildern auf die Gefahr hingewiesen: Krokodile!


Koordinaten zum Anklicken:
Hot Springs Katherine : 14°28'56"S, 132°15'15"E
Australien 06.09.2018   Corroboree Billabong Wetland Cruises
12°45'47.6"S, 131°30'00.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nach eingehendem Studium der Prospekte und Angebote entscheiden wir uns für den Besuch des Corroboree Billabong. Genauer gesagt buchen wir den Sunset-Cruise. Für zwei Stunden werden wir, am Abend vor dem Sonnenuntergang, auf dem Wasser herum geschippert. Die Tour ist gut organisiert und wir werden für einen kleinen Aufpreis von 5.00 AUD (ca. 3.50 CHF) direkt vom Zeltplatz abgeholt. So müssen wir nicht mit dem eigenen Auto in der Dunkelheit durch die Wildnis zurückfahren. Unser Fahrer ist auch gleich der Kapitän und Tourguide. Er ist sehr sympathisch, unterhält uns bereits bei der Anfahrt und gibt uns viele Informationen über die Gegend. Die Bootsfahrt findet auf einem langezogenen Becken statt. Gespiesen wird das Gewässer durch den Mary River.
Bild wird geladen...
...die Anderen verstecken sich darin
Das Wort «Billabong» stammt aus der Aborigines-Sprache und wird für nichtfliessende Gewässer oder auch Wasserlöcher benutzt.

Der Corroboree Billabong weist weltweit die höchste Dichte an Salzwasser-Krokodilen aus - so ist fast garantiert, dass wir die Reptilien sichten werden. In Australien gibt es Salzwasser- und Süsswasserkrokodile. Die «Salties» (Leistenkrokodile) sind die einzigen Krokodile, die im Salz- und Süsswasser leben und sind wesentlich grösser als die «Freshies» (Australien-Krokodil). Die wiederum gleichen mit ihrer dünnen langen Schnauze sehr den Alligatoren aus Florida. Unser Skipper fährt das flache Aluminiumboot immer wieder mit dem Bug direkt ans Ufer, damit wir die Echsen aus nächster Nähe betrachten und auch ablichten können. Selbstredend sind die Crocks die Attraktion der Fahrt, aber es gibt am Ufer auch eine stattliche Anzahl von Vögeln zu sehen. Wir sind gut gerüstet und haben diesmal zwei Kameras mit grossem Zoom mit dabei. Also Sujets hatte es nun wirklich genug!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Wie auf den Bildern ersichtlich, ist unser Boot nicht etwa vergittert. Nach dem Besteigen des Bootes gibt es vorschriftsgemäss die Sicherheitsinstruktionen. Wobei der Skipper beim deuten auf die Schwimmwesten auch gleich sagt, dass wir diese nicht brauchen würden... wer ins Wasser fällt wird nicht ertrinken, denn die Krokodile sind schneller! Auch sollen wir nicht die Arme über den Bootsrand halten - die Reptilien sind so gute Schwimmer, dass sie urplötzlich aus dem Wasser hochschnellen könnten. Sie seien sogar in der Lage mehrere Meter hoch zu springen. Ähhh.... der Bootsrand liegt nur ca. 60 cm über dem Wasserspiegel - hoffentlich hat der Tourführer hier leicht übertrieben.


Koordinaten zum Anklicken:
Billabong Wetland Cruises : 12°42'20.7"S, 131°38'08.4"E
Angaben im Internet:
http://www.wetlandcruises.com.au
https://de.wikipedia.org/wiki/Australien-Krokodil (Süsswasser-Krokodil)
https://de.wikipedia.org/wiki/Leistenkrokodil (Salzwasser-Krokodil)
Australien 03.-05.09.2018   Darwin mit tropischen Nächten
12°25'41.5"S, 130°54'00"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nach dem Besuch des «Roten Zentrums» mit den kalten Nächten, zieht es uns in den Norden. Darwin liegt ca. 1'400 km nördlicher und da muss es auch nachts wärmer werden. Nochmals stoppen wir für zwei Tage in Alice Springs um Proviant einzukaufen und die nächsten Etappen zu planen. An den folgenden Tagen machen wir viel Strecke und stoppen jeweils am Nachmittag bei einem Roadhouse oder kleinen Campingplatz. Grosse Ortschaften oder gar Städte gibt es bis Darwin keine mehr. In kleineren Ortschaften wie Tennant Creek füllen wir unseren Tank und unsere zusätzlichen Bezinkanister. Hier ist der Bezinpreis wesentlich günstiger als an den einsamen Zapfstellen bei den Roadhouses unterwegs.

Nach der vielen Fahrerei bleiben wir drei Tage in Darwin. Mit jedem Tag der Reise nehmen die Temperaturen zu. Und nach den 5° in Alice haben wir nun nur noch Tropennächte - also über 20° C. Scheinbar kommt die Sommerhitze dieses Jahr etwas früher als üblich und so haben wir tagsüber fast 40 °!

Damit sich unser Auto an der Sonne nicht zu stark aufheizt, verstellen wir es immer wieder um im spärlich verfügbaren und immer wandernden Schatten zu stehen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Darwin ist Startpunkt für viele Individualreisende und beherbergt auch eine stattliche Anzahl von Rucksacktouristen. Eingebettet in verschiedene Nationalpärke - der bekannteste ist sicher der Kakadu Nationalpark - wird auch viel für die Besucher angeboten. Natürlich wollen auch wir ein bisschen in die Natur eintauchen und das Feeling von der Gegend einfangen. Wir informieren uns im Visitor Centre und schauen uns zuerst mal die Stadt und selbstverständlich die Hafenanlagen an.


Koordinaten zum Anklicken:
Nacht 043+044 in Alice Springs : 23°40'54.5"S, 133°52'23.5"E
Nacht 045 in Wycliffe Well : 20°47'45"S, 134°14'10.2"E
Nacht 046 in Renner Springs : 18°19'08"S, 133°47'47"E
Nacht 047 in Mataranka : 14°55'08"S, 133°04'04.5"E
Australien 28.08.2018   Kings Canyon im Watarrka Nationalpark
24°14'56.8"S, 131°30'46.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Dieser Nationalpark hat, im Gegensatz zum «Uluru - Kata Tjuta National Park», weder Öffnungszeiten noch Eingangskasse - er ist kostenlos. Nach der mehrstündigen Autofahrt nehmen wir zuerst einmal auf dem Campingplatz unser Mittagessen ein. Auch hier ist es viel einfacher wenn man mit dem eigenen Fahrzeug anreist.

Wie schon in den letzten Tagen muss man auch hier immer wieder erstaunliche Distanzen zur "Attraktion" zurücklegen. Am Empfang des Zeltplatzes erhalten wir viele Informationsprospekte und auch einen Plan mit den Wanderwegen.
Bild wird geladen...
Ein Spaziergang
Da mir der Muskelkater in den Oberschenkel noch immer nachhängt, entscheiden wir uns für den einfachsten Weg durch das Flussbett des Kings Creeks.

In dieser Jahreszeit ist der Fluss komplett ausgetrocknet und ein befestigter Weg wurde an dessen Rand angelegt. Viel Schwemmholz, das um Felsen und Bäume gewickelt da liegt, zeugt von enormer Wassergewalt - wenn es dann Wasser hat! Auch weil das Wetter so ideal mitspielt sind die Spaziergänge und kleine Wanderungen kurzweilig. Die roten Felsen mit ihren Kontrasten zum blauen Himmel wirken!

Aber trotz alledem kommen wir zum Schluss: der Umweg rechtfertigt den Besuch hier kaum. Die Entscheidung hier nur einen Tag zu bleiben und statt dessen einen Tag länger beim Ayers Rock zu verweilen war richtig.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Am folgenden Tag absolvieren wir die fast 500 km zurück nach Alice Springs. Angekommen in der Zivilisation gehen wir frisches Gemüse einkaufen und geniessen auch wieder die Verbundenheit mit der Aussenwelt: Mobiltelefon und Internet - wir geben es zu: ein bisschen haben wir es doch vermisst.


Koordinaten zum Anklicken:
Kings Canyon : 24°15'29"S, 131°33'45"E
Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kings_Canyon_(Australien)
Australien 27.08.2018   Kata Tjuta - auch bekannt unter «The Olgas»
25°14'14.3"S, 130°59'32"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Bild wird geladen...
Die Aborigines nannten diese Felsen Kata Tjuta. Was übersetzt "viele Köpfe" bedeutet - und so sehen sie auch aus. Der Entdecker Ernest Giles nannte sie The Olgas, dies als Huldigung für die Königin Olga von Württemberg, der er sich verpflichtet fühlte.
Bild wird geladen...
Walpa Gorge


Die Olgas liegen 50 km weit von unserem Campingplatz und im selben Nationalpark wie der Uluru. Auch hier führen einige Pfade um und durch die Dome dieses Konglomerates. Die Distanzen zwischen den Ausgangspunkten der unterschiedlich langen Wanderungen liegen so weit auseinander, dass wir sie mit dem Auto anfahren müssen. Nach dem Besuch des »Valley of the Winds» schauen wir uns noch die »Walpa Gorge» an. Auch hier hat es einen als »Sunset Viewing» bezeichneten Ort wo wir auf den Sonnenuntergang warten. Per Zufall treffen wir unsere Campingplatz- Nachbarn und kommen ins Gespräch. Sie erzählen uns, dass heute der ULURU für den Aufstieg geschlossen wurde. Die Wetterprognose zeigte zu viel Wind an und dann wird aus Sicherheitsgründen das Erklimmen des Monoliten verboten. Voraussichtlich bleibt das nun ein paar Tage so. Gut hatten wir gestern nicht gezögert, denn nun wäre der Zug abgefahren.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Kaum ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden packen wir unsere Sachen zusammen und fahren sofort los. Der Park schliesst im August um 19:30 Uhr und die Fahrt dauert immerhin 45 Minuten bis zum Ausgang. Mit dem letzten Dämmerungslicht erreichen wir wieder unseren Stellplatz. Drei Tage waren wir schlussendlich hier und somit länger als die meisten. Die Verpflegung haben wir von Alice Springs mitgebracht und für vier Tage ausgelegt, denn der Kings Canyon liegt, mit einem kleinen Umweg von 350 km, auf dem Rückweg zum Ausgangspunt Alice Springs.


Koordinaten zum Anklicken:
Kata Tjuta (The Olgas) : 25°17'57"S, 130°45'29"E
Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kata_Tjuta (The Olgas)
Australien 26.08.2018   Uluru - Sonnenaufgang und hochklettern oder nicht?
25°14'14.3"S, 130°59'32"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Bild wird geladen...
Sandra will nun den Uluru auch noch bei Sonnenaufgang sehen. Das bedeutet aufstehen bei 2 Grad (gefühlt -1.2 Grad Celsius gemäss offizellem Wetterbericht), wieder kein Frühstück, auch keinen Kaffee (!) und losfahren in die Nacht.
Bild wird geladen...
Uluru - Ayers Rock bei Sonnenaufgang
Ich gebe mich geschlagen und der Wecker wird gestellt.

Der Park öffnet im August um 06:00 Uhr und es ist noch dunkel als wir auf dem Parkplatz der südöstlichen Beobachtungs-Plattform ankommen. Nach und nach treffen die Busse und andere Privatautos ein. Trotz der Menschenmasse konnten wir uns einen guten Platz sichern und blieben sogar noch etwas länger als die gehetzten Bus-Touristen mit ihren Tages-Pauschal-Programmen.

Anschliessend fuhren wir zum Ausgangspunkt des Mala-Walks. Am gleichen Ort beginnt auch der Aufstieg auf den 348 Meter hohen Monoliten. Schon oft sprachen Sandra und ich darüber: Hinaufklettern oder nicht. Bis September 2019 ist dies noch möglich, nachher darf der heilige Berg nicht mehr erklommen werden. Also irgendwie meine letzte Chance - Sandra war vor 29 Jahren schon mal oben. Spontan kippen wir den Entscheid und klettern doch! Und das während meiner Diät und ohne Frühstück - aber ich fühlte mich recht gut.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Natürlich gehörten wir eher zur älteren Garde. Beide sind wir gänzlich untrainiert, um nicht unsportlich zu sagen. Die Beinmuskulatur war nicht das Problem, obwohl es sehr steil hoch ging (!) Es war mehr die Sauerstoffaufnahme - sprich: ich habe geschnauft wie ein Ross. So mussten wir immer wieder Pausen einlagen, damit ich mich erholen konnte. Der Auf- und Abstieg dauerte 2,5 Stunden, inkl. einer grösseren Pause auf dem Gipfel. Der Abstieg ging recht gut und zügig, aber auch da sahen wir Leute teils auf dem Hosenboden rutschen - der Uluru ist wirklich steil!


Koordinaten zum Anklicken:
Uluru (Ayers Rock) : 25°20'41.5"S, 131°01'57.2"E
Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Uluru (Ayers Rock)
Australien 25.08.2018   Uluru - Ayers Rock, Sonnenuntergang bei Vollmond
25°14'14.3"S, 130°59'32"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die Reifen wurden ersetzt, es ist aufgetankt und wir haben wieder Lebensmittel aufgestockt - alles gestern erledigt! Wir wollen nämlich heute zeitig und ohne Frühstück losfahren. Als wir mit dem alten, weichen Ersatzrad zurück nach Alice Springs fuhren, haben wir wesentlich weniger Benzin verbraucht! Nun wollen wir es wissen und planen die heutigen 450 km mit nur 90 km/h zu gondeln. Da der Tank wieder, wie beim ersten Mal, randvoll ist und wir an der gleichen Tankstelle auffüllen, lässt sich der Verbrauch der beiden Strecken gut vergleichen. Resultat: bei einer Fahrt mit 90 statt 120 km/h sparen wir gut 25% Benzin - auf die gleiche Strecke natürlich. Die einsamen Tankstellen hier draussen verrechnen locker mehr als 25% pro Liter - also geht die Rechnung genau auf;-)
Bild wird geladen...
Ayers Rock kurz vor Sonnenuntergang und bei Vollmond
An der Messtankstelle, es war nach 200 km im Roadhaus Erlunda, gönnen wir uns einen Kaffee. Angekommen auf dem einzigen und exklusiven Campingplatz in Yulara, beziehen wir unseren reservierten Platz.

Ein verspätetes Mittagessen ist nun fällig und wir kochen es, wie so oft, direkt auf unserer Herdplatte vor unserem Van. Aber dann nähern wir uns endlich dem Monoliten - dem Ayers Rock oder Uluru wie ihn die Einheimischen nennen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Der Klotz ist leicht rötlich, soll aber erst im richtigen Licht wirklich rot erscheinen. Ob es Abendrot oder Morgendämmerung sein soll wissen wir nicht genau, so versuchen wir beides. Heute richten wir uns ein um den Uluru im Abendlicht zu erwischen. Auf der Rückfahrt zum Campingplatz (15 km) streunt noch ein Dingo über die Strasse - leider keine Chance um den auch noch zu knipsen. Was solls - irgendwo werden wir wohl schon noch einen dieser wilden Wüstenhunde erwischen.


Koordinaten zum Anklicken:
Uluru (Ayers Rock) : 25°20'41.5"S, 131°01'57.2"E
Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Uluru (Ayers Rock)
Australien 24.08.2018   Im Outback: Reifen bei 120 Km/h geplatzt
23°40'54.5"S, 133°52'23.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nun mal schön alles der Reihe nach. Vorgestern haben wir für die nächsten Tage eingekauft und aufgetankt. Beim Uluru (Ayers Rock) gibt es einen Campingplatz und da hatten wir für die nächsten zwei Tage reserviert. Gestern fuhren wir also los und kamen gut vorwärts. Die Strassen sind gerade sowie übersichtlich und es herrschte nicht viel Verkehr. Kaum haben wir Alice Springs in Richtung Süden verlassen, kommt uns ein Roadtrain entgegen der uns einen Stein an die Kühlerhaube schleudert. Eine kleine Delle und Lack ab war alles. Zum Glück hat er nicht die Windschutzscheibe getroffen, sonst hätten wir gleich umkehren können - dachte ich so für mich. Weil man generell nicht am Strassenrand anhalten soll, da wegen den Riesenlastern ziemlich gefährlich,
Bild wird geladen...
Wo muss der Wagenheber ansetzen?
hat es cirka alle 50 km kleine Rastplätze mit einem Plumps-Klo. Nach einem solchen WC-Stopp halten wir noch bei einer einsamen Tankstelle und biegen nach den bereits absolvierten 200 Kilometer ab, um gegen Westen zu fahren. Nach weiteren 70 km passierte es dann: es knallt plötzlich und ein schlagendes, kratzendes, lautes Geräusch aus dem hinteren Teil des Fahrzeuges beginnt. Wir sind mit 120 km/h unterwegs und ich kann noch einigermassen steuern. Sofort vom Gas und leichtes bremsen - stoppen am Strassenrand (was man ja eigentlich nicht soll). Auf der langen Gerade sind wir jedoch alleine. Weit und breit keine Fahrzeuge zu sehen. Nach dem Begutachten der Misere rolle ich zur Sicherheit noch vorsichtig ganz von der Fahrbahn.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Nun hofften wir, dass das Ersatzrad intakt und das nötige Werkzeug komplett ist. Um Hilfe rufen können wir niemanden, denn hier draussen gibt es weder Mobiltelefonempfang noch Häuser oder Zivilisation! Wir sind auf uns gestellt.

Wir kriegen das Ersatzrad aus der Halterung und mit viel Mühe auch die Radmuttern auf. Die Funktion des Wagenhebers ist schnell erkannt und nach einer halben Stunde ist das Ersatzrad montiert. Es hat wenig Luft im Rad und wir entscheiden uns umzukehren. Nach 70 km können wir das Rad an der Tankstelle aufpumpen. Wir fahren aber trotzdem mit nur 80 km/h zurück bis Alice Springs. Nach 4 Stunden bangen - es könnte ja nun auch ein anderer Reifen aus Altersschwäche platzen - kommen wir in Alice auf dem Campingplatz an. Nun sind wir also am exakt gleichen Platz (sogar auf dem gleichen Stellplatz!) wie heute Morgen. Nur sind wir 540 km gefahren, mehr als eine Tankfüllung Benzin verbrannt, die Reservationen für die Übernachtungen beim Ayers Rock storniert und wieder mal Glück im Unglück gehabt.

Heute konnten wir bereits alle 5 Reifen (inkl. altem Ersatzrad) erneuern und morgen gehts dann wieder los - Uluru wir kommen!
Australien 19.-24.08.2018   Alice Springs, Ausruhen und Vorbereiten
23°40'54.5"S, 133°52'23.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Da wir in den letzten Tagen kein Internet, ja sogar keine Mobiltelefonverbindung hatten, war es an der Zeit die Reiseberichte nachzuführen. Auch hat unser Kühlschrank seit einiger Zeit eine Macke. Er wird einfach nicht mehr richtig kalt. Noch haben wir Garantie und so konnten wir eine Reparaturstelle hier draussen in Alice Springs finden.

Zuerst hiess es, dass Ersatzteile bestellt werden müssten und dies dann eine Woche dauern kann, aber schon am nächsten Morgen erhielten
Bild wird geladen...
Die kleine Fussgängerzone im Zentrum
wir den erfreulichen Anruf, dass der Techniker das Teil wieder zum Laufen gebracht hat. Unterdessen haben wir das Zentrum und den Aussichtspunkt besucht und unseren Thermocooler wieder abgeholt. Die Stadt Alice Springs ist übersichtlich und das Zentrum ist klein. Trotzdem kriegt man fast alles und beinahe alle bekannten Ladenketten haben eine Filiale hier. Uns gefällt das Flair von Alice ganz gut.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Die Aboriginals (Ureinwohner Australiens) sind überall präsent. In Parks sitzen viele nur herum, aber man trifft sie auch in den Einkaufszentren und Supermärkten. Sie sind für sich und ein Kontakt ergibt sich eher nicht.
Australien 18.08.2018   Karlu Karlu oder Devils Marbles
20°38'27.6"S, 134°13'24.9"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Wiederum hielten wir nur für eine Nacht, tankten am kommenden Morgen und donnerten wieder über die Landstrasse - äxsgüsi Highway natürlich;-) Die erste Tageshälfte in Richtung Westen - dann beim Roadhouse Treeway's links nach Süden. In der kleinen Ortschaft Tennant Creek können wir etwas günstiger unseren Tank wieder füllen und wir fahren nochmals über 100 km weiter.

Bei den Devils Marbles legen wir eine längere Pause ein, denn wir wollen uns diese merkwürdig runden Steine anschauen. Wir machen zwei kleine Rundgänge, viele Bilder und holen uns fast einen Sonnenbrand.
Bild wird geladen...
Eigentlich nur Felsen
Glücklicherweise hat es nur vereinzelt von den nervigen Fliegen. Ohne Scheu fliegen sie einem direkt ins Gesicht, hocken sich in die Augen- oder Mundwinkel oder auch in die Nase oder Ohren. Kaum verscheucht sind sie wieder da - wie gesagt - zum Glück hat es nur wenige und es ist noch ohne Imkernetz auszuhalten. Nach dem Stopp geht es nur noch wenige Kilometer weiter zu einem Roadhouse mit Hinterhof-Camping. Gut genug um die Nacht zu verbringen, aber nicht ein wirklich schöner Platz.

Die Windböen und der damit aufgewirbelte Staub zwingt uns die Nacht mit geschlossener Heckklappe zu verbringen. Das hatten wir schon lange nicht mehr, aber mit unserem Fliegengittereinsatz im Seitenfenster der Schiebetüre ist das bei diesen Nachttemperaturen nicht einmal unangenehm.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Karlu Karlu - Devils Marbles : 20°33'55"S, 134°15'40"E
Australien 17.08.2018   Wir verlassen Queensland
19°42'41.8"S, 135°49'38.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Gerade Strassen, die am Horizont zu einem Punkt verschmelzen. Schon kurz nach dem Verlassen von Mount Isa gibt es ausser dem Highway nichts mehr. Keine Häuser, keine abgehenden Seitenstrassen, kein Radioempfang und auch das Mobiltelefon findet kein Netz mehr. Es kommt mir vor wie auf dem Ozean. Nun sollten wir am besten weder eine Autopanne noch einen Unfall haben. Auch dem Benzinverbrauch müssen wir etwas mehr Beachtung schenken. Es hat zwar ca. alle 200 Kilometer eine Tankstelle (längste Distanz war einmal 270 km), aber wenn die dann mal keinen Sprit mehr hätten sind wir am Arxxx. Zur Sicherheit führen wir noch 2 x 20 Liter in Kanistern mit.
Bild wird geladen...
Neue Regeln und Verkehrsschilder!
Diese einsamen Tankstellen werden Roadhouse genannt. Meistens bieten sie auch eine Verpflegungsmöglichkeit an. Ab und zu kann man auch im Hinterhof ein Nachtlager finden. Da viele Individual-Reisende etwa die gleichen Tagesdistanzen fahren (300 - 500 km), haben sich gewisse Raststätten immer mehr vergrössert. Das Barkly Homestead Roadhouse ist so immer mehr gewachsen und bietet nebst einem grossen Campingplatz mit Schwimmbad auch ein Restaurant mit Livemusik und Happyhour. Da eine telefonische Reservation nicht akzeptiert wird, fahren wir früh los und erhalten problemlos einen guten Stellplatz. Auf der Strecke haben wir die Staatsgrenze überfahren. Dies ist nicht immer so unkompliziert wie hier. Die einzelnen Bundesstaaten geben sehr darauf Acht was über die Grenze mitgeführt wird. Früchte, Honig, Fleisch usw. könnten Bakterien, Insekten, unerwünschte Samen oder andere schädliche Partikel mit sich bringen. So soll die Grenze vom Northern Territory zu West Australia sehr strikt sein. Gut zu wissen, aber mit unserem kleinen Kühlschrank und den wenigen Lebensmittel im Auto betrifft uns das kaum.
Australien 15.08.2018   Mount Isa und «School Of The Air»
20°43'16.2"S, 139°30'59.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Mount Isa ist die letzte grosse Stadt bevor wir die Grenze zum «Northern Territory» überschreiten. Die gezielte Nachfrage in Bezug auf «Specials» am Empfang des gewählten Campingplatzes ergab, dass es im Moment ein drei-für-zwei-Angebot gibt. Wir müssen nur zwei Nächte zahlen und können drei bleiben. Da wir gut in unserem Master-Zeitplan liegen und uns gerne mal wieder etwas vom vielen Fahren ausruhen, nehmen wir das Angebot an. Im Visitor-Zentrum erfahren wir, was man hier alles unternehmen kann. Wie wir es schon kennen: die Vermarktung ist voll professionell - auch wenn einige Anlässe ein bisschen zu gut angepriesen werden. Auch sind wir nicht immer bereit die teils hohen Eintrittspreise zu bezahlen.
Bild wird geladen...
Cowboy's und Rodeo - wie in den USA
Herausgepickt haben wir uns den Besuch bei der «School Of The Air». Kurz vor 10 Uhr finden wir uns bei der Schule ein und werden durch diese spezielle Institution geführt. Solche Fernschulen gibt es in mehreren Städten im Outback. Eingerichtet wurden diese Stationen um die Kinder auf den abgelegenen Farmen einen Unterricht bieten zu können. Die meisten Farmen im Outback liegen so weit draussen (bis zu 300 km und mehr!), dass ein Besuch einer Schule unmöglich ist. Weil aber auch da eigentlich ein Schulbesuch obligatorisch ist, wird dieser über Telekommunikation abgehalten. Früher über Funkgeräte, später via Telefon und heute über Internet. Jeder Schüler hat zu Hause einen Computer und kann mit Bild und Ton sowie die Direktübertragung des Arbeitsbildschirmes, live am Unterricht teilnehmen. Die virtuellen Klassen mit sechs Schülern treffen sich täglich auf dem Netz und wenige Male im Jahr physisch. Es werden jährlich Schulklassen-Camps, wie in den normalen Schulen, durchgeführt.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...
Australien 13.08.2018   Fast täglich: Fahren - Tanken - Fahren - Schlafen
20°05'37.3"S, 146°15'43"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nun wollen wir langsam ins Zentrum von Australien fahren. Es führen einige Strassen dahin, aber nicht alle sind asphaltiert. Aus diesem Grund fahren wir nun in den Süden um später die Strasse nach Westen nehmen zu können. Das heutige Etappenziel ist Charters Towers. Nicht unbedingt ein Ort den man bei einem Besuch in Australien gesehen haben muss, aber ein guter Zwischenstopp mit Versorgungs-, Übernachtungs- und Tankmöglichkeiten. Auf den langen geraden Strassen begegnen wir nun den «Roadtrains». Sie sind bis zu 53,5 Meter lang und 150 Tonnen schwer. Diese riesigen Lastwagen ziehen noch drei Anhänger, die je nochmals so lang wie ein einzelner LKW sind.
Bild wird geladen...
Charters Towers vom Charters Hill
Wenn diese Masse in Fahrt ist, kann sie nur beschränkt ausweichen und bremsen. Da sie auch nachts fahren, werden auch mal Wildtiere oder sogar Kühe (die Weiden haben teils keine Zäune) angefahren. Wir sahen auch schon tote Kühe am Strassenrand! Etliche Warnschilder weisen alle Verkehrsteilnehmer an, diesen Sattelschleppern Vorfahrt zu gewähren und auszuweichen. Die durchfahrene Landschaft gefällt uns und wir haben seit Wochen einen strahlend blauen Himmel. Ein Rundgang durch die Stadt und ein Besuch auf dem Aussichtspunkt waren die spärlichen Aktivitäten hier. Immerhin schlängelte wieder eine schwarze, cirka 1.50 m lange Schlange vor uns über die Nebenstrasse - ich konnte im letzten Moment noch ausweichen! OK - wenn schon ein Wildschaden, dann lieber eine Schlange als eine Kuh oder ein grosses Känguru!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Tanken in Greenvale : 19°00'12"S, 144°59'01"E
Towers Hill: 20°05'18.6"S, 146°15'09"E
Nacht 027 - Richmond: 20°44'06.2"S, 143°08'48"E
Australien 10.08.2018   Wasserfälle und Nacht in Queenslands höchster Stadt
17°36'34"S, 145°28'57"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Wie schon erwähnt ist die Gegend durchzogen von kleinen Gewässern, Bächen und Flüssen. Somit ist es keine Überraschung, dass es auch Wasserfälle gibt. Gleich drei liegen nicht weit auseinander und man kann einer kleinen Rundstrasse folgen die an ihnen vorbei führt.

Wir besuchen so die «Millaa Millaa Falls», dann «Zillie Falls» und zu guter Letzt die «Ellinjaa Falls». Entgegen unseren Erwartungen führen alle genug Wasser, so dass man wirklich von einem Wasserfall sprechen kann. Der Erste (Millaa Millaa) ist fürs Baden eingerichtet. Es stehen nebst Toiletten sogar Umkleideräume zur Verfügung.
Bild wird geladen...
«Zillie Falls»
Nach ca. 10 km gelangt man schon zum zweiten Wasserfall und kurz darauf zum Dritten. Die kleine Rundstrasse ist zwar nicht breit aber asphaltiert und einfach zu meistern. Nun haben wir genug Wasser gesehen und machen uns auf nach Ravenshoe. In diesem Ort gibt es einen einfachen Platz wo wir unser Nachtlager aufschlagen wollen. Wir wollen früh genug eintreffen um noch einen Stellplatz mit Strom zu erhaschen, denn reservieren kann man dort nicht. Die Nächte werden recht kühl und Ravenshoe ist mit 930 m.ü.M die höchstgelegene Stadt von Queensland.

Noch immer ist in Australien Winter und wir wollen unseren kleinen Elektro-Heizlüfter, bei Bedarf, in Betrieb nehmen können. Der Zeltplatz liegt mitten in einem Freilicht-Eisenbahnmuseum und auch mitten in der Stadt. Übrigens ist Stadt vielleicht ein wenig misszuverstehen: die Ortschaft wäre bei uns maximal ein kleines Dorf!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Millaa Millaa Falls : 17°29'44.9"S, 145°36'40"E
Zillie Falls: 17°28'29.3"S, 145°39'20.8"E
Ellinjaa Falls: 17°29'37.8"S, 145°39'19"E
Australien 09.08.2018   In den Tablelands sichten wir Baumkängurus
17°21'11.4"S, 145°35'17.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die «Tablelands» sind leicht hügelige Landschaften auf einem Hochplateau, das 900 bis 1000 m.ü.M. liegt. Es ist reich an Wasser, da unzählige kleine Bäche und Flüsse das saftig grüne Land durchziehen. Atherton ist die bekannteste Stadt in der Gegend und wird oft im Zusammenhang genannt.

Auf unserem Programm steht der Besuch des Ortes jedoch nicht - wir wollen hier Baumkängurus sehen. Das ist kein Witz - die gibt es wirklich! Scheinbar leben zwei der 13 Arten im nördlichen Queensland. Die restlichen 11 sind auf Neuguinea heimisch. Es gibt nicht so viele dieser kletternden Kängurus und es ist nicht sicher, dass man eines sieht.
Bild wird geladen...
Curtain Fig Tree
Sandra will zuerst den Curtain Fig Tree - also einen Baum - besuchen. Nur ein Baum! Ich lasse mich überreden und wir fahren da hin. OK er sieht nicht schlecht aus und ist beeindruckend gross. Aber noch besser ist der Umstand, dass wir im oberen Geäst ein Baumkänguru beim Blätter knabbern beobachten können. Der Umweg hat sich also gelohnt! Netterweise lässt sich das Tier viel Zeit, es scheint sich sicher zu fühlen - kein Wunder - es hockt ja cirka 20 Meter über uns und hat viel Distanz. Andere Touristen versuchen mit dem Mobiltelefon ein Foto zu schiessen - was für ein Unsinn - hier bewährt sich wieder einmal ein gutes Teleobjektiv (unseres ist ein Tamron 18-400 auf einer Nikon D5300). Nach diesem kurzen Stopp am besagten Baum fahren wir zu einer Tee Plantage. Die Felder präsentieren sich in einem saftigen Grün und erstrecken sich über schier unendliche Flächen. Aber nicht nur wegen der Teeproduktion sind wir hier... in den Bäumen rund um die Teefabrik sollen zwei Baumkängurus leben. Sie sind zwar wild, bleiben aber immer stationär in einem kleinen Waldstück. Als wir auf den Parkplatz fahren sehen wir eine kleine Besuchergruppe die hoch in die Bäume starren. Unmittelbar nach dem Abstellen das Autos gesellen wir uns dazu und tatsächlich hängt da ein Känguru in den Ästen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Nachdem wir unseren Campingplatz in Malanda bezogen haben, spazieren wir noch zu den Malanda Falls. Dieser Wasserfall ist direkt über eine Treppe vom Campingplatz aus erreichbar. Nur 62 Stufen weiter unten ist das Auffangbecken in eine ansprechende kleine Parkanlage eingebettet. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt gleich die Touristeninformation, der wir noch schnell unsere Aufwartung machen.


Koordinaten zum Anklicken:
Curtain Fig Tree, Yungaburra : 17°17'08.9"S, 145°34'24.2"E
Nerada Tea Plantation: 17°23'02.6"S, 145°39'58.1"E
Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lumholtz-Baumkänguru (engl. tree-kangaroo)
https://en.wikipedia.org/wiki/Curtain_Fig_Tree
Australien 06.-08.08.2018    Newell Beach und Port Douglas
16°25'30.9"S, 145°24'21.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nach den Erlebnissen von gestern legen wir mal wieder einen längeren Stopp ein. Gleich drei Nächte bleiben wir in diesem familiären Park wo alle einander kennen. Schon am ersten Abend kommen wir ins Gespräch mit Barry und Bob. Sie sind, wie fast alle hier auf dem Platz, aus dem kalten Süden, der Region um Melburne. Viele Rentner entfliehen dem kalten Wetter und fahren mit ihren grossen Offroader und einem langen Wohnwagen im Schlepptau in den Norden. Nicht wenige machen dies jedes Jahr und buchen den Campingplatz für mehrere Monate. Die Teilnehmer dieser saisonalen Völkerwanderung werden offiziell als «graue Nomaden» bezeichnet. Sie sind auch der Grund, dass die Campingplätze manchmal fast ausgebucht sind.

Aber es ist wie immer; wenn man sie einzeln näher kennenlernt, sind sie sehr nett und hilfsbereit. Sie haben auch immer einen Tipp, was in der einen oder anderen Gegend interessant sein könnte. Wir verlängern unsere Buchung auf drei Nächte und bilden hier quasi unser Basislager. In Tagesausflügen fahren wir nach Mossmann einkaufen und nach Port Douglas um uns das kleine Örtchen mit dem Hafen anzuschauen. Es bleibt viel Zeit um die Internetseiten nachzuführen und auch mal einfach ein bisschen im Netz zu surfen (das Wifi im Park ist sehr gut).
Australien 06.08.2018   Daintree National Park und Cape Tribulation
16°11'26.6"S, 145°24'55.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Gestern fuhren wir von Cairns weiter nördlich. Mit der Daintree River Ferry setzten wir auf die andere Flussseite über und fuhren nochmals ein rechtes Stück hoch bis zu unserem Campingplatz. Wir haben diesen auch aus dem Grund ausgesucht, weil sie auf der Homepage eine Cassowary-Familie publizierten. Diese soll fast täglich auf der grossen Hangwiese zu sehen sein. Auf einem kleinen Rundgang, beim Essen, ja sogar beim Arbeiten an der Homepage spähten wir immer wieder zur Wiese hoch und hofften die Vögel zu sehen. Aber es war wie immer - ich fand mich schon damit ab: die freilebenden Cassowaries sind vielleicht auch nur so eine Touristenfalle. Am folgenden Tag checkten wir enttäuscht aus und machten uns auf zum noch weiter nördlich gelegenen Cape Tribulation. Auf der engen Strasse warnen immer wieder Tafeln vor querenden Cassowaries - man soll aufpassen. Wir fahren langsam, sperbern links und rechts...
Bild wird geladen...
Wilde Cassowary-Familie am Strassenrand
und plötzlich war da einer der aus dem Grünzeug guckte! Kurzer Blick in den Rückspiegel, sanfte Vollbremsung und hastig die weggepackte Kamera hervorsuchen - ja es kam etwas Hektik auf! Obwohl diese grossen Laufvögel nicht ganz ungefährich seien, stieg ich aus und ging langsam näher. Er bewegte sich hastig, pickte Früchte am Boden und verschwand zwischendurch ins Dickicht zurück - aber wir hatten ihn! Auf dem Rückweg von Cape Tribulation glaubten wir es kaum, als wir nochmals einen einzelnen Vogel und später sogar einen Vater mit drei Kücken sehen konnten. Was für ein Glück! Viele Australier, die schon viele Jahre hier hochfahren, erzählten uns, dass sie noch nie einen wilden Cassowary gesehen haben. Und wir hatten heute drei Mal Schwein - äahhhh Vogel - gehabt!

Aber das war noch nicht alles! Wieder auf der Fähre, die Fahrt ist nicht lang, schaut Sandra so an den Strand rüber. Ist das nicht ein Krokodil? Ich denke nicht und glaube eher an Schwemmholz, einen Baumstamm oder so. Sandra nimmt das Fernglas und tätsächlich - ein riesen Exemplar! Da man auf der Fähre das Auto nicht verlassen darf, schnell die Scheibe runter, Kamera mit grossem Zoom und voilà: unser 1. Saltie!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Daintree River Ferry : 16°15'35"S, 145°23'54"E
Mount Alexandra Lookout: 16°14'44.5"S, 145°26'09.8"E
Cape Tribulation: 16°04'39.5"S, 145°28'12.1"E
Daintree Village: 16°15'00.3"S, 145°19'07.3"E
Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kasuare (engl. Cassowary)
Australien 01.-05.08.2018   Cairns und Kuranda
16°55'00.2"S, 145°44'23.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Viele junge Rucksacktouristen und Camper von Übersee fliegen direkt nach Cairns und starten oder beenden hier ihre Australienreise. Entsprechend gibt es viele Angebote für Tagesausflüge in die Natur, kulturelle und kulinarische Verlockungen. Wir können den Verlockungen gut widerstehen. Vielleicht aufgrund unseres Alters, des Reisebudgets oder einfach der offensichtlichen Durchschaubarkeit der Angebote, wissen wir nicht. Aber uns gefällt es recht gut hier, vor allem die Promenade am Wasser. Dort trinken wir einen Kaffee und schauen einer Segelregatta zu. Dies ist nun die letzte Marina die wir auskundschaften, denn hier wird unser letzter Stopp am Festland sein wenn wir im 2019 die Küste hochsegeln. Im Fluss kann man zwar auch ankern, aber es sieht nicht sehr ruhig aus wenn die Fähren zirkulieren.
Bild wird geladen...
Flughunde hängen mitten in Cairns
Die Plätze am Steg sind teuer, da bieten sich die Mooringplätze zwischen den Festmachepfosten (Piles) am ehesten an.

Aus den urspünglichen geplanten zwei Tagen verbringen wir dann doch vier hier in Cairns. An einem Tag besuchen wir den Früchte- und Gemüsemarkt (immer Freitags - Sonntags) und an einem anderen Tag fahren wir nach Kuranda. Obschon der sogenannte Hippie-Markt sich eher als kommerzieller Souvenirmarkt entpuppt, hat es uns Spass gemacht in den Läden herumzustöbern.

In den Hochglanz-Prospekten werden auch die «Barron Falls» hochgelobt und ein spektakuläres Bild wirbt dafür. Nicht mehr ganz blauäugig vermuten wir schon, dass der Wasserfall jetzt in der Trockenzeit ja nicht so viel Wasser führen kann.
Bild wird geladen...
Tigeraugen
Und so waren wir mehr belustigt als enttäuscht... ja so war es dann auch - vergleiche dazu die letzten beiden Bilder dieses Beitrags. In Queensland werden in vielen Minen Bodenschätze abgebaut. Natürlich werden die Edelsteine, meist Opale, auch an die Touristen verkauft. In einem Shop machte uns der Besitzer auf sein kleines, privates Museum aufmerksam. Im Keller seines Ladens stellt er verschiedene Fossilien, Kristalle und andere gesammelte Schätze aus.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Kuranda: 16°49'06.5"S, 145°37'59.2"E
Barron Falls: 16°50'11.5"S, 145°38'32.6"E
Australien 01.08.2018   Via Etty Bay und Josephine Falls nach Cairns
16°55'00.2"S, 145°44'23.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Vor unserer telefonischen Reservierung auf dem von uns ausgesuchten Campingplatz in Cairns, besuchten wir die entsprechende Homepage. Gemäss publizierten Preislisten scheinen hier die Plätze für ein Zelt (mit Strom) einiges günstiger als die für ein Campervan.

So buchen wir also einen Zeltplatz und um bei kritischen Fragen gewappnet zu sein, kaufen wir für 12.00 AUD (ca. 10 CHF) ein Billigzelt im Supermark. Die Zeltkosten sind nach der ersten Nacht schon fast wieder an Platzkosten eingespart. Auf dem Weg nach Cairns haben wir genug Zeit um noch einen kleinen Umweg nach «Etty Bay» zu fahren.
Bild wird geladen...
Josephine Falls
Dieser Strand soll einer schönsten sein und auch hier soll es Cassowaries (s. letzten Beitrag) geben. Manchmal sollen die sogar durch den Campingplatz laufen.

Die Vögel zeigen sich uns mal wieder nicht, aber es hat sich trotzdem gelohnt - die Bucht und der Strand sind Weltklasse. Da ist es auch kaum eine Überraschung, dass der Campingplatz voll ausgebucht ist. So machen wir nur einen kurzen Spaziergang im Sand und fahren dann wieder weiter. Einen weiteren kleinen Halt machen wir bei den «Josephine Falls». Nur 8km vom Bruce Highway weg liegt der Ausgangsort um hoch zu den Wasserfällen zu wandern (ähhh, nur bescheidene 700m). Ein gut ausgebauter Pfad führt uns zu diesen Fällen. Das Wasser fällt zwar nicht tief herunter, es sind mehr sehr grosse Stromschnellen, aber das kristallklare Wasser, der Sonnenschein und die grossen Wasserbecken wirken einladend.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Etty Bay: 17°33'28.5"S, 146°05'24"E
Josephine Falls: 17°26'17.3"S, 145°51'34.2"E
Australien 30.+31.07.2018   Mission Beach, Cassowary Coast
17°53'43.4"S, 146°05'50.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Der Strand von Mission Beach ist breit, flach und lädt zum verweilen ein. Die Ortschaft liegt direkt am Strand und ist von Touristen zwar gut besucht, aber keinesfalls so überfüllt wie Airlie Beach.

Der Manager unseres Campingplatzes versichert uns, dass es am Strand keine Krokodile gibt. Auch hätte es in dieser Jahreszeit keine Quallen und er gehe täglich im Meer schwimmen. Korrekterweise liegen wir am Wongaling Beach, dieser ist nur wenige Kilometer weiter südlich zu finden.
Bild wird geladen...
Achtung Cassowaries, oder auch nicht
Grob geschätzt liegen diese Strände in der Mitte zwischen Townsville und Cairns - ein lohnenswerter Stopp. Dieser Küsten-Abschnitt nennt sich «The Cassowary Coast», denn ab hier, und weiter nördlich, leben diese Riesen-Laufvögel. Sie sind etwa so gross wie ein Emu, können aber recht aggressiv werden wenn es nicht nach ihrem Willen geht. Wenn sie kämpfen springen sie die Gegner, mit beiden Füssen nach vorne gestreckt, an. Die grossen Klauen verursachen gefährliche Verletzungen, Schilder warnen vor Zwischenfällen und geben Anweisungen wie man sich im Notfall verhalten soll. Die Vögel sind vom Aussterben bedroht und streng geschützt. Eine noch grössere Population lebt auf Papua New Guinea. Gerne würden wir diese Tiere fotografieren und warten an verschiedenen Stellen wo sie oft am späten Nachmittag auftauchen. Leider erfolglos, aber da wir noch einige Zeit an dieser Küste verbringen werdem, besteht auch später noch die Chance auf eigene Bilder. Damit sich unsere Blogleser ein Bild von diesen Viechern machen können, habe ich Bilder von einem Plakat im Besucherzentrum geschossen. Zum Lauern auf die Cassowaries wurden wir zu einer Bootsrampe an einem kleinen Nebenfluss geschickt. Als erstes fiel uns wieder die Krokodil-Warnung auf, diese sind hier omnipräsent!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Der etwas nördlicher gelegene Aussichtspunkt «Clump Point Lookout» und die beiliegende Bootsrampe war uns ebenfalls einen Kurzbesuch wert.


Koordinaten zum Anklicken:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kasuare (engl. Cassowary)
Angaben im Internet:
Clump Point Lookout und Bootsrampe: 17°51'14"S, 146°07'02"E
Australien 27.-29.07.2018   Strand, Stadt, Parks und Konzert
19°15'44.7"S, 146°42'49.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Schneller als ursprünglich geplant sind wir schon so weit nördlich, dass wir uns einen längeren Stopp gönnen. Als wir vor einigen Monaten unsere Reise planten sprachen wir mit einigen Australiern und erhielten viele gute Tipps. So waren wir von Tony und Annie (ehemalige Yacht SUNBURNT), gut und ausführlich über Reiseorte und -zeiten beraten worden. Seit Tagen haben wir stahlblauen Himmel mit Sonnenschein und keinen Regen. In der falschen Jahreszeit wird es in dieser Gegend sehr heiss, feucht und vorallem nass. Dann führen sogar sinntflutartigen Niederschläge zu Überschwemmungen, in der Folge sind Strassen teilweise nicht mehr passierbar.
Bild wird geladen...
Scheue Känguru-Familen im Park, Townsville
Am Strassenrand sehen wir immer wieder entsprechende Warntafeln, die aber in dieser Jahreszeit freie Fahrt verkünden.

Wir machen mehrere kleine Ausflüge in die Stadt, an den Strand und besuchen auch einen botanischen Garten mit einer umfangreichen Palmensammlung. Unverhofft entdecken wir in diesem Park mehrere Känguru-Gruppen. Am Sonntagnachmittag wird im Queens Garden, als Teilveranstaltung des «28th Australian Festival of Chamber Music» ein OpenAir-Konzert mit klassischer Musik zum Besten gegeben. Um auch was zu hören, zu sehen und vorallem zu fotografieren, schlängle ich mich durch das lose verteilte, am Boden sitzende Publikum.

Natürlich versuchte ich immer in der Nähe von Bäumen zu stehen um den Zuschauern nicht die Sicht zu nehmen. Jedoch nach einiger Zeit kommt eine Mitarbeiterin des Veranstalters auf mich zu. Ich dachte zuerst sie wird nun mein Knipsen und Filmen beanstanden - aber nein - sie fragte nach meinen Kontaktdaten, denn sie wollte gerne einige Abzüge der besten Fotos. Das ist mir auch noch nie passiert - mal sehen ob sie sich später noch meldet.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Die Highlights der Stadt waren die Aussicht vom Castle Hill, als Segler natürlich auch die Marina, zum Flanieren und Verweilen «The Strand» und die Parks. Da haben uns die Palmen, Seerosen und Sukkulenten gefallen.


Koordinaten zum Anklicken:
Botanischer Garten «The Palmetum»: 19°18'39"S, 146°45'47"E
Aussichtspunkt «Castle Hill»: 19°15'30"S, 146°48'13"E

Gespielt wurde auch die Ouverture Solennelle 1812 von Peter Tschaikowsky:
Australien 26.07.2018   Townsville - Castle Hill
19°15'44.7"S, 146°42'49.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Mit ca. 190'000 Einwohner ist Townsville die grösste Stadt am oberen Great Barrier Reef. Direkt vor der Stadt liegt die recht grosse Insel «Magnetic Island». Ihren Namen verdankt die Insel dem Umstand, dass die Kompassnadel der Endeavour (Entdecker James Cook 1770) bei der Vorbeifahrt in eine falsche Richtung abgelenkt wurde.

Hinter Townsville, ein Stück von der Küste entfernt, erstreckt sich das Grosse Australische Scheidegebirge («Great Dividing Range»). Diese Gebirgs- und Hügelkette verläuft von Nord nach Süd und trennt die Ostküste von der trockenen Ebene dahinter ab.

Townsville wird von seinem Hausberg, dem 286 m hohen Castle Hill, überragt. Vom Gipfel kann man weit in alle Himmelsrichtungen blicken und erlangt eine gute Übersicht der Stadt.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Der Name ist ein bisschen irreführend, denn ein Castle, also ein Schloss oder eine Burg haben wir nicht vorgefunden. Wir vermuten, dass der Name auf eine Militärische Einrichtung zurück zu führen ist, aber dies erschliesst sich dem Besucher nicht. Die Aussicht ist dessen ungetrübt grandios!


Koordinaten zum Anklicken:
Aussichtspunkt «Castle Hill»: 19°15'30"S, 146°48'13"E
Australien 25.07.2018   Wildlife auf dem Weg nach Airlie Beach
20°17'09.1"S, 148°44'14.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Am Anfang bietet sich ein Abkürzung durch das Hinterland an. Die Strasse sei zwar nicht breit, aber asphaltiert - das ist unsere einzige Anforderung. Die Strasse wird immer kleiner und bald war nur noch eine Fahrspur, in der Mitte der Naturstrasse, mit Belag versehen. Gegenverkehr hatten wir kaum, also alles kein Problem. Belohnt wurden wir nicht nur mit der grandiosen Landschaft sondern auch mit tierischen Überraschungen. Ein wilder Truthahn läuft vor uns über die Strasse. Dann sonnt sich eine schwarze, ca. 150cm lange Schlange auf dem heissen Asphalt und schlängelt schnell ins Gebüsch zurück als wir uns nähern.
Bild wird geladen...
Strand, Ankerplatz und Bojenfeld Airlie Beach
Nun fehlte nur noch ein Känguru - kaum gedacht - hüpft eines vorbei.

Angekommen im touristischen «Airlie Beach» klappern wir die Campingplätze ab. Natürlich sind alle sehr teuer, teils noch teurer als in unserem App angegeben. Es sei eben eine geschäftige Zeit... aha... neuer Begriff für Überteuerung. Aber die Plätze sind wirklich gut gefüllt und zwei Camps haben gar keinen Platz für uns. Beim vierten buchen wir einen Platz und beziehen ihn auch gleich um zuerst mal was zu essen. Als wir am Abend dann vom Stadtrundgang zurück kommen, steht ein grosses Wohnmobil auf unserem Stellplatz. Natürlich schon voll eingerichtet. Als wir die junge Familie auf den Irrtum hinweisen, meinten sie, dass ihnen der Nachbarsplatz zu klein war und die Dame an der Rezeption hätte den Tausch genehmigt. Oha, sehr nett... ich also schnurstracks zum Empfang. Immer schön höflich melde ich mein Dilemma an: ein anderer steht auf meinem Platz. Die Dame sieht das Durcheinander dass ihre Kollegin gemacht hat, hat aber keine Plätze mehr frei in dieser Preis-Kategorie. Sie schlägt einen kostenlosen Upgrade vor, denn ich natürlich gerne akzeptiere. Neu haben wir einen Platz mit Ensuite, also ein eigenes WC und Dusche. Mit dieser Mehrleistung stimmt für uns auch der bezahlte Preis wieder - nicht schlecht gelaufen!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Obwohl wir nur eine Nacht hier waren, bekamen wir einen guten Eindruck von Airlie Beach. Ein Ort wo man als junger Rucksack-Tourist sicher hin sollte, denn es ist schön und viel los. Es werden viele Aktivitäten und Tagesausflüge zu den «Whitsunday Islands» angeboten. Wir verzichten darauf, denn wir besuchen die Küste ja nächstes Jahr auf eigenem Kiel.


Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gelbhaubenkakadu
https://de.wikipedia.org/wiki/Jägerliest_(Art) - Kookaburra

Wer den Lachenden Hans (Kookaburra) nochmals hören will:
Australien 24.07.2018   Broken River im Pioneer Valley
21°08'18.7"S, 148°37'54.9"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Das «Pioneer Valley» erstreckt sich auf eine Länge von ungefähr 80 km und liegt in Richtung Westen von der Hafenstadt Mackay. Am Ende des flachansteigenden, breiten Tales erklimmen wir eine steile und enge Kurvenstrasse und gelangen so nach Eungella. Dieser Ort liegt über 800 m.ü.M. und wir verspüren einen leichten Temperaturabfall. Der Ort ist nicht unser Ziel, sondern der Fluss Broken River. Auch andere Flüsse in der Gegend beheimaten die eierlegenden Schnabeltiere. Dieses spezielle Säugetier hat erstaunliche Eigenschaften und lebt nur in Australien. Bereits auf unserer ersten Autoreise versuchten wir erfolglos Bilder von diesen nachtaktiven Tieren zu schiessen.

Auch hier am Broken River weisen uns Schilder darauf hin, dass die Schnabeltiere erst am frühen Abend oder in der Morgendämmerung zu sehen sind.
Bild wird geladen...
Schnabeltier, eierlegendes Säugetier
Wir wollen jedoch nicht hier oben übernachten und hoffen noch bei Tageslicht die Fahrt nach Finch Hatton absolvieren zu können.

Nach dem Mittagspicknick warteten wir geduldig am Ufer des Broken Rivers - der eigentlich mehr ein breiter Bach ist. Sofort fallen uns die Süsswasser-Schildkröten auf. Sie sind recht zahlreich und einige sonnen sich auf einem Baumstamm. Nett, aber ihretwegen sind wir eigentlich ja nicht hier rauf gefahren. Also warten, warten, ruhig verhalten und warten... wie wir später feststellen mussten, labten sich währenddessen einige Mücken an unseren Beinen. Gespürt haben wir im Moment nichts, aber bereits abends und vor allem in den folgenden Tagen juckten die je ca. 20 Stiche dann schon etwas.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Wie die Bilder schon verraten, hatten wir Glück und die paar Stiche waren es allemal wert! Wenige Tiere kamen bereits um 15:00 Uhr aus ihrem Bau. Die letzten Sonnenstrahlen drangen noch durch den dichten Wald als wir die Fotos machten.


Angaben zum Schnabeltier im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schnabeltier
Koordinaten zum Anklicken:
Kleine Strassenbrücke, Broken River: 21°10'04.1"S, 148°30'18.4"E

Übrigens: Von den Beobachtungs-Plattformen sahen wir nur die Schildkröten. Der beste Ort um die Schnabeltiere zu fotografieren war für uns die kleine Strassenbrücke (Blick nach Westen).
Australien 23.07.2018   Stadtrundgang in Mackay
21°07'32.4"S, 149°11'05.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Von einem Stadtrundgang in einer australischen Kleinstadt darf man als Europäer nicht all zuviel erwarten, das beugt einer Entäuschung vor und manchmal wird man dann doch noch überrascht. Ähhh, also wir wurden es heute nicht! Es war etwa so wie wir das schon kennen: breite Strassen, weitläufig und nichts Spezielles.

Fussgängerzonen gibt es natürlich keine, aber zumindest fanden wir ein paar Strassenabschnitte mit netter Begrünung und Strassencafés. Wahrscheinlich weil die Stadt eben nicht viel bietet, wurden ein Dutzend Kunstwerke aufgestellt. Ein Hochglanz-Prospekt zeigt uns den Weg zu all diesen Plastiken.
Bild wird geladen...
Orchideen-Haus im Queens Park
Was soll ich sagen... das beste war noch die bemalte Mauer mit der Geschichte der Stadt.

Im Queens Park steht ein Orchideenhaus. Dieser liegt am Rande des inneren Stadtzentrums und ist zu Fuss gut erreichbar. So muss ich also quer durch die Innenstadt latschen, aber zum Glück zwingt uns der zweistündige Gratis-Parkplatz zur zeitigen Umkehr. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Bogen zum Stadtstrand. Bei Ebbe ist viel Strand und Sand und kaum Wasser da. Das Meer hat sich am extrem flachen Ufer mehrere hundert Meter zurückgezogen. Ideal zum Baden ist das nicht - ah ja - und vergesst die Krokis nicht!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...
Australien 22.07.2018   Mackay Marina und Slade Point Lookout
21°07'32.4"S, 149°11'05.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Diverse Informationen über die Gegend und vor allem über die Plätze wo man über Nacht stehen kann, entnehmen wir der App WikiCamp Australia. Diese kleine Software ist extrem hilfreich, auch weil der Inhalt von Benutzern gefüllt wird. So erfahren wir, dass auf diesem Campingplatz ein spezielles drei-für-zwei-Paket angeboten wird. Als wir an der Rezeption nachfragen, wird uns bestätigt, dass dies wirklich so ist. Auf der Preisliste findet man diese Infos natürlich nicht. Nun haben wir also Zeit, richten uns ein und relaxen am Ankunftstag. Wie schon in Rosslyn Bay gibt es auch hier eine Marina die wir abchecken wollen.
Bild wird geladen...
Krokodil-Warnschild
So machen wir uns nach den Frühstück auf und fahren in den etwas ausserhalb von Mackay gelegene Hafen. Rund um die Marina schützt ein breiter, hoher Wellenbrecher der im Moment sogar noch um einen weiteren Meter erhöht wird. Wir spazieren bis ganz zum Kopf der Einfahrt hinaus und entdecken dort das erste Krokodil-Warnschild (s. Bild). Wir haben übrigens nachgelesen dass die Salzwasserkrokodile hier 1200 kg schwer und bis zu 6 m lang werden können.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Nur ein paar Kilometer weiter im Norden liegt der Slade Point Lookout. Leicht erhöht überblickt man gut die Küste und kann einige Inseln erspähen. Ein Hinweisschild verrät uns, dass die Buckelwale in diesen Monaten ebenfalls hier die Küste hoch ziehen und man sie von diesem Aussichtspunkt beobachten kann. Tja, mittlerweilen wissen wir, dass die Aussies Weltmeister im Anpreisen von Dingen sind... es scheint mir eher unwahrscheinlich, dass wir hier Wale sichten.
Australien 20.07.2018   Technischer Zwischenstopp in Parkhurst
23°17'48.5"S, 150°30'54.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Heute verbringen wir einen technischen Zwischentag. Nach dem Einkaufen fahren wir auf einen nahegelegenen Campingplatz der nicht so viel verlangt wie diejenigen an der Küste. Arbeiten an der Homepage und einfach mal entspannen ist angesagt. Auch müssen wir irgendwann all die Hochglanzprospekte vom Visitor Center durcharbeiten. Morgen geht es dann wieder zeitig los, denn wir werden bis Mackay hoch fahren.

Es gefällt uns hier gut, es hat weder Mücken noch Fliegen und nachts ist es schon merklich wärmer. Den elektrischen Heizlüfter benutzen wir kaum mehr und schlafen mit unseren Daunenschlafsäcken als Decke sehr behaglich.
Australien 19.07.2018   Rockhampton, Yeppoon, Rosslyn und Emu's
23°11'09.6"S, 150°47'19.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Der «Bruce Highway», der hier oben nur noch eine Landstrasse ist, führt uns in knapp zwei Stunden nach Rockhampton. Gemäss unserem Reiseführer ist die Gegend für die Rinderzuchten bekannt. Wir haben keine Stiefel dabei und auch wirklich keine Lust die Zeit auf einem Bauernhof der Superlative zu verbringen.

Stattdessen fahren wir runter zur Quay Street, die am Ufer des Fritzroy Rivers liegt. Hier parken wir das Auto und erkunden die nahe Umgebung. Dies ist der schönste Teil der Stadt mit einigen alten Gebäuden und einem schön angelegten Flussufer.
Bild wird geladen...
Keppel Bay Marina, Rosslyn
Nach einer Stärkung zieht es uns weiter Richtung Küste.

Als wir Yeppoon passieren stoppen wir beim Visitor-Center und decken uns mit Broschüren der Region und ganz Queensland ein. Auf dem Parkplatz nebenan entdecken wir einige Fischerboote und Yachten die hier in dieser kleinen Creek festgemacht hatten. Wir wundern uns, dass das hier geht, denn es hat doch erhebliche Gezeiten in dieser Region. Am nächsten Tag sehen wir das Resultat bei Ebbe (siehe letzte drei Bilder unten). Bei bestem Wetter stoppen wir auch gleich in Rosslyn und biegen zum Yachthafen ein. Hier soll es eine gute Marina haben, die wir auf dem Weg in den Norden vielleicht anlaufen werden. Am Empfang erhalten wir Informationen, Unterlagen und die Erlaubnis die Marinastege zu inspizieren.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Danach geht es zum ausgesuchten Campingplatz. Er liegt leicht südlich von Rosslyn in Mulambin. Der grosse Campingplatz ist gut gefüllt, aber wir erhalten noch einen Stellplatz mit Strom. Im Laufe des Abends schlendert ein wildes Emu zwischen den Campern hindurch. Es fällt da und dort was für den Bettler ab - so wild und scheu scheint es nicht mehr zu sein.
Australien 18.07.2018   Schnell in den Norden
24°00'07"S, 151°19'28"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Um den kalten Nächten zu entfliehen, fuhren wir heute ca. 500 km in den Norden. Normalerweise planen wir kürzere Etappen und fahren nicht über sechs Stunden am Tag, aber im australischen Winter ist der nördliche Teil von Queensland angenehmer.

Angekommen im «Green Acres Motel and Van Park» können wir gerade noch einen kurzen Schwatz mit dem Park-Manager halten, unseren Van einrichten und schon brach die Nacht an. Da der Manager mit dem Einrichten der neu gelieferten Internetgeräten Mühe hatte, stand kein Wifi zur Verfügung. Als er mir das Problem beim Frühstücken erörterte und ich schnell eine Vorstellung des Problems hatte, kümmerte ich mich danach darum. 20 Minuten später stand ein superschnelles Internet zur Verfügung. Leider konnten wir es nur noch kurz nutzen, da wir noch die Stadt Rockhampton anschauen und einen Abstecher zur Rosslyn-Marina machen wollten.
Australien 18.07.2018   Zur grossen Rundreise gestartet
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Umräumen, packen, ins Auto verfrachten: in den letzten beiden Tagen haben wir uns fast nur damit beschäftigt. Da wir nun über ein halbes Jahr im Auto leben werden, wollen wir das Wichtigste, nur das Nötigste, aber auch das Richtige dabei haben. Noch ist es in der Nacht recht kalt. Im Laufe der Reise werden wir vom Winter über den Frühling in den Sommer reisen, quasi durch drei Jahreszeiten.

Die ersten Tage führen uns in langen Etappen in den Norden, denn da soll es etwas wärmer sein. Berichte werden folgen.
Zurück in Scarborough, Australien
Australien 15.07.2018   Beleuchtungen, Verkleidungen, Ausflüge und Prüfungen
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Schon sind wieder fast drei Wochen vergangen. Die Zeit haben wir genutzt um einige kleinere Erneuerungen vorzunehmen. Schon vor unserer Europareise haben wir zwei defekte Geräte ausgebaut. Die Waschmaschine und auch die Mikrowelle haben die letzten Jahre etwas gelitten. Dazu kommt, dass wir beide Geräte nicht mehr oft genutzt hatten.

Sie sind beide grosse Stromfresser und da wir fast immer vor Anker liegen und von den Solarzellen versorgt werden passte es einfach nicht mehr. Auf den Ersatz verzichten wir, aber nun klafften grosse Löcher in den Einbauten.
Bild wird geladen...
Anstelle der Mikrowelle haben wir ein Schränkchen mehr
Auch rund um den LED-Bildschirm passte die Verschalung schon lange nicht mehr. Mit dem Schiff wurde ursprünglich ein 220 Volt TV-Gerät geliefert. Diesen ersetzten wir schon Ende 2010 auf den Kanarischen Inseln durch einen LED-TV mit 12 Volt. Aber seit da passte der Einbaurahmen natürlich nicht mehr. Alle drei Löcher haben wir nun sauber und professionell durch belegte Klappen, Türchen und Rahmen geschlossen. Unterstützt wurden wir von einem ortsansässigen, deutschen Schreiner - die Montage haben wir selber übernommen.

Auch die gesamte Innenbeleuchtung haben wir ersetzt. Nach wenigen Jahren sind die verchromten Billig-Lampen korrodiert. Die Leselampen in den Kajüten und auch alle Downlights waren mit Reinigen nicht mehr zu retten. Alle neuen Beleuchtungskörper sind aus Aluminium und werden im Innenraum für immer so bleiben wie sie jetzt sind. Schade, dass die Etapwerft nicht bereits von Anfang an solche Leuchten eingebaut hat.

Selbstverständlich haben wieder alles mit LED ausgerüstet. Zudem nutzen wir die Chance und haben im Salon die Schaltgruppen leicht angepasst. So kann neu über dem Salon Tisch wahlweise nur ein Downlight oder alle Lampen benutzt werden.
Bild wird geladen...
Nach ein paar Fahrstunden treten wir zur Prüfung an
Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir lieber ein Beleuchtungskörper mit doppelter Lichtstärke als drei zu schwache Lampen einschalten. Und dazu sparen wir sogar noch Strom.

Zwischendurch besuchten wir mal wieder Brisbane. Auch wurden wir von unserem Stegnachbar eingeladen und hatten selber Besuch auf der ULANI. Abwechslungsreich und im Nu sind drei Wochen verstrichen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Zwischendurch machten wir noch die kleine Lastwagenprüfung, die hier LR (Light Rigid) heisst. Nach bestandenem schriftlichen und praktischen Test dürfen Sandra und ich nun Fahrzeuge bis 8 Tonnen lenken. Dies entspricht in Europa ca. der Klasse C1 (bis 7.5 Tonnen). Nun können wir also beide auch die grossen Wohnmobile fahren. Die australische Driverlicence wird weltweit, auch in Europa und der Schweiz, anerkannt.
Australien 13.07.2018   Zweites Treffen mit Anita und Hanspeter
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Bereits als wir in Australien angekommen sind haben sich Anita und Hanspeter bei uns gemeldet. Das Schweizer Paar lebt seit vielen Jahren in Australien. Doch die Welt ist klein: Anitas Bruder ging mit meinem Bruder in die gleiche Schulklasse! Sie wohnen in Maroochydore (Sunshine Coast), also eine gute Autostunde nördlich von uns.

Diesmal treffen wir uns auf der ULANI. Nach einem Kaffee und vielem Plaudern, spazieren wir ins kleine Zentrum von Scarborough und gehen in einem japanischen Restaurant essen. Wie man unschwer auf den Bildern erkennen kann hatten wir viel Spass zusammen!
Bild wird geladen...
Gemeinsamer Abend in Scarborough-City
Sie erzählen uns vom Leben und jobben in Australien. Dabei stellen wir fest, dass sich ihr momentaner Lebensplan gar nicht so stark von unserem unterscheidet. Ausser dass sie natürlich kein Schiff sondern eine feste Basis in Australien haben. Aber es gibt doch einige Parallelen. Es war so lustig, spannend und kurzweilig mit den Beiden, dass ich vergass Bilder zu machen - gut, dass Anita daran dachte.
Heimaturlaub in Europa
Italien Schweiz 11.05. - 23.06.2018   Besuch in Nord-Italien und der Schweiz
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die Flugreise bringt uns von Brisbane via Dubai direkt nach Venedig. Dieser kleine aber moderne Flughafen hat eine gute internationale Anbindung. Am Flughafen werden wir von Barry und Cristina (Sandras Schwester) abgeholt - ein sehr willkommener Service! Wie beim letzten Mal besuchen wir zuerst die italienische Familie von Sandra im Trentino-Alto-Adige und fahren dann später für zwei Wochen mit dem Auto in die Schweiz.

Diesmal durften wir das Auto von Lori, Sandras Mutter benutzen - herzlichen Dank nochmals. Die Fahrt führt uns über drei Schweizer Alpenpässe: Ofen-, Flüela- und Wolfgangpass. Wobei der Flüela mit 2383 m.ü.M. sogar noch viele schneebedeckte Hänge vorweisen konnte (es ist lange her, dass wir Schnee sahen!).
Bild wird geladen...
Im Yachthafen von Rapperswil
Für die zwei Wochen in der Heimatregion am Zürichsee waren wir zu Gast bei Martin und Marion. Grosszügigerweise luden sie uns für die Zeit zu sich ein und wir fühlten uns sehr willkommen in Hombrechtikon. Die 14 Tage reichten knapp aus um die Familie sowie einige alte und neue Freunde zu treffen. Natürlich waren auch wieder mal Arzt- und Amtsbesuche notwendig. Die letzten beiden Wochen verbringen wir wieder in Italien. Auch wird im Kreise der Grossfamilie der 94. Geburtstag der Nonna gefeiert.

Das sonnige und angenehm warme Wetter verleitet uns mal wieder die Altstadt von Venedig zu sehen. Anstelle des Autos nehmen wir den Zug von Strigno (Valsugana) via Bassano nach Venedig. Der Bahnhof liegt in Gehdistanz zu allen Sehenswürdigkeiten der berühmten Lagunenstadt.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Schon bald fliegen wir nach Hause - zur ULANI. Da wollen wir noch einige kleinere Reparaturen in Angriff nehmen bevor wir wieder in unseren Bus umziehen. Die grosse Landreise steht uns ja noch bevor. Erst im Frühjahr 2019 setzen wir unsere Seereise fort und segeln nach Indonesien, Singapur, Malaysien und Thailand.
Scarborough Marina und Region Brisbane
Australien 16.04.2018   Brisbane, Hauptstadt von Queensland
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nun sind wir schon lange in der Nähe und haben den Besuch dieser Millionenstadt immer wieder aufgeschoben. In nur knapp 10 Auto-Minuten rollen wir auf den Gratisparkplatz am Bahnhof Kippa-Ring. Wie Sydney und Melburne hat auch Brisbane eine elektronische Bahnkarte, hier heisst sie GO CARD. Am Schalter werden wir über das System informiert, denn es funktioniert in jeder dieser Städte ähnlich aber natürlich nicht identisch. Wie es auch in der Schweiz immer heisst: «das ist eben von Kanton zu Kanton verschieden».

Da wir ausserhalb der Stosszeiten reisen, kostet uns die Bahnfahrt nur 4.84 AUD (ca. 4.00 CHF) pro Weg und Person. Dies für eine Bahnfahrt von einer Stunde! Also, teuer ist das nicht. Da lohnt es sich nicht mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren und einen teuren Parkplatz zu nehmen.
Bild wird geladen...
Mit dem City-Hopper auf dem Fluss
Ohne Umsteigen bringt uns der Zug bis um Bahnhof Central, der seinem Namen Ehre macht.

In der Stadt gibt es kostenlose Touristenbusse mit den Namen City-Loop (Buslinien Nr. 30 & 40) . Wir fahren mit der Linie 40 und lassen uns rund um die Peninsula chauffieren. Wie uns bereits der Stadtplan verriet, sind die Distanzen kurz und nach 1,5 Runden steigen wir am Riverside aus. Dort soll sich das indonesische Konsulat befinden. Die Nachfrage beim Empfang ergab, dass dieses für immer geschlossen wurde, die Angaben auf dem Internet seien veraltet. Schade, so wäre das VISA für Indonesien schnell gemacht gewesen. Eine Lösung wird sich finden, ist ja noch lange hin.

Wir schlendern weiter und als wir ans Flussufer gelangen legt gerade, fast wie bestellt, ein City-Hopper an. Dies sind kleine Fähren die uns Touristen auf dem Fluss herumschippern. Auch dieser Service ist umsonst - nicht schlecht! Vom Schiff aus hat man einen guten Blick auf die Skyline.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Die Fähre führt uns flussabwärts, um den Kangaroo Point und dreht dann wieder. In South Bank verlassen wir das Boot, denn dieser Stadtteil soll ebenfalls viel zu bieten haben. Es ist ein heisser Tag und die Sonne brennt. Umso mehr geniessen wir die Grünanlagen mit den Schatten spendenden Bäumen. Nach einem Picknick in diesem Park spazieren wir langsam zur Bahnstation Central zurück.
Australien 08.04.2018   Wochenend-Ausflug Hervey Bay & Bundaberg
25°17'02"S, 152°51'29"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Unterwegs auf Langfahrt treffen wir natürlich viele andere Segler. Da wir mittlerweile eher zu den «Langsamen» zählen, ziehen viele Yachten an uns vorbei. Gemeint ist nicht die Bootsgeschwindigkeit sondern viel mehr die Länge der Aufenthalte an schönen Orten. Es entstehen kurzzeitige Bekannschaften und manchmal auch Freundschaften.

Die Einen sehen wir nur kurz an einem Ankerplatz, andere mehrmals in einer Saison und es gibt Schiffe die treffen wir immer wieder, über Jahre hinweg. Obschon sich die Segelrouten sehr ähneln, so sind die Reisegeschwindigkeiten doch sehr unterschiedlich.
Bild wird geladen...
Urlaubsort am Meer
Die offizielle Zyklonzeit neigt sich dem Ende zu und die Segler bereiten die Schiffe vor um weiter zu segeln.

Wir bleiben mit unserer ULANI noch ein weiteres Jahr in Australien und so trennen sich die Wege mal wieder. In Bundaberg liegen die Yachten JEAN-MARIE, QUO VADIS und die ESPERANZA. Alle drei wollen noch diesen Monat den schützenden Hafen verlassen und die Reise fortsetzen. Die QUO VADIS will zurück nach Fiji segeln, die anderen beiden die Küste von Queensland hoch, in Richtung Indonesien.

Auf dem Weg in den Norden stoppen wir für eine Nacht in Hervey Bay. In diesem Urlaubsort am Meer treffen wir uns mit Benu und Silvia. Sie gönnen sich hier die letzten Erholungstage vor der Intensiv-Arbeits-Woche in Bundaberg. Ihre Yacht QUO VADIS steht noch an Land und es muss noch einiges gemacht werden bevor sie
Bild wird geladen...
Ein Abend auf der ESPERANZA
wieder zu Wasser gelassen werden kann.

In Bundaberg angekommen besuchen wir Walter und Jacky auf der JEAN-MARIE. Es werden Neuigkeiten ausgetauscht und viel über die bevorstehende Segelreise nach Darwin und Indonesien geplaudert. Die Crew der ESPERANZA, Florian und Martina, gesellt sich dazu und erzählt, dass sie nun kommende oder die nächste Nacht den Anker lichten wollen.

Die recht lange Fahrt nach Lady Musgrave, ein Riffatoll mit einer Mini-Insel, bedingt ein Losfahren in der Nacht. Man will ja mit hochstehender Sonne und bei bestem Licht - also mittags - die Riffeinfahrt meistern. Aber noch immer herrscht rauhes Wetter, das erst im Laufe des Sonntages abflachen soll. Sie verschieben auf Sonntag-Nacht und haben somit für uns Zeit - wir sind eingeladen den Abend auf ihrem Schiff zu verbringen.

Florian bringt uns um 22:00 Uhr wieder an Land und wir schlafen sehr gut in unserem Auto. Für die Duschen und Toiletten hat uns Jacky eine Magnetkarte ausgeliehen, die auch die ESPERANZA-Crew gerne nutzt, denn sie liegen vor Anker.
Australien 31.03.2018   Leben in der Marina, viele kleine Dinge erledigen
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die Zeit verfliegt während wir viele kleinere und grössere Dinge erledigen. Das Wetter ist wechselhaft, ja es ändert fast sprunghaft. Sonnenschein und schwarze Wolken wechseln sich ab. Wir sind froh in dieser sicheren Marina zu liegen, denn zeitweise fegen Windböen über uns hinweg und pfeiffen in den Riggs der Segelyachten.

Da wir nun beim Schiff sind, könnten wir bei Zyklon-Alarm reagieren und die Verdecke runter nehmen. Auch deshalb kramen wir unsere grossen Sonnen- und Regenschutzdächer hervor. Am Heckbimini mussten wir zwei Reissverschlüsse ersetzen und haben es deshalb demontiert. Da es schon mal unten war, reinigten wir die Chromstahlkonstruktion, befreiten es von Rostflecken und polierten alles auf Hochglanz. Dabei brach die Inox-Halterung der AIS-Antenne ab. Besser hier als auf hoher See! In nur zwei Stunden hatte ich eine neue und bessere Halterung angebracht. Den lokalen Schweisser mussten wir ebenfalls für einen kleinen Eingriff an den Davits hinzuziehen.
Bild wird geladen...
Geschützt, mitten in der Marina
Dies war zwar nur eine Optimierung der Optik, aber so gefallen mir die Dinger viel besser.

Für den Frühjahrsputz investierten wir in einen neuen Staubsauger. Es ist ein kleines Haushaltsmodell, das wir zwar nur mit Landstrom betreiben können, aber das Teil ist extrem saugstark und war für nur ca. 60 CHF zu haben. Australien ist das Land der Sonderangebote. Wie der Sauger sind immer wieder Artikel massiv heruntergesetzt. Mittlerweile kaufen wir gewisse Artikel nur noch wenn sie mit bis zu 40% billiger angeboten werden. Im undurchsichtigen Wirrwarr von Aktionen finden wir uns immer mehr zurecht.

Auch habe ich (Philippe) neue Brillen bestellt. Ein Optiker kontrollierte ausgiebig meine Augen, machte einen Gesundheitscheck und vermass die nötige Korrekturen für eine neue Brille. Normale, schmucke Brillen sind hier eigentlich etwa gleich teuer wie in der Schweiz. Doch auch hier muss man auf Angebote achten: wir fanden passable Brillenrahmen (inkl. Kuststoffgläser) für sagenhafte 39 AUD (weniger als 30 CHF). Die Beratung, ein Brillenetui, das Reinigungsset und eine Anpassung der Brille ist ebenfalls darin enthalten - verrückt - das alles für 30 CHF. Wie gesagt: Australien, das Land der Sonderangebote!

Unser Toyota Hiace SLWB hat uns ja zuverlässig gedient während unserer ersten Reise. Nun war es an der Zeit dem Auto auch mal was Gutes zu tun. Nachdem eine grosse Toyota-Garage den Öl-Wechsel-Service machte, bauten wir im Heck eine geschlossene Holzfront mit zwei Türen ein. So können wir im unteren Teil das Moskitonetz weglassen und die Gartenmöbel einfacher herausnehmen. Auch die beiden Fliegengitter haben wir nachgenäht und verbessert. Die an sich guten Netze waren bei der Befestigung etwas billig gemacht - nun sind sie verstärkt und passen perfekt.

Zwischendurch machen wir Halbtagesausflüge und besuchen verschiedene Freunde an der Sunshine Coast. Nicht weit, nur mal schnell fast 100 km pro Weg.
Landreise 1: Brisbane - Tasmanien - Brisbane
Australien 09.03.2018   Zurück in der Marina Scarborough, Brisbane
27°11'44"S, 153°06'16"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nach 100 Tagen und etwas mehr als 10'000 km sind wir wieder zurück am Ausgangspunkt. Nach dem engen Wohnen im Van haben wir auf einen Schlag fünfmal mehr Platz - was für ein Luxus! Aber unser Van hat sich sehr bewährt und transportierte uns pannenfrei durch vier Bundesstaaten (QLD, NSW, VIC, TAS) und ein Territorium (Canberra). Die letzten zwei Nächte verbrachten wir in St. George und Dalby. Diese beiden Stopps dienten uns nur um die langen Fahrdistanzen zu unterteilen. Bewusst haben wir auf dieser Reise vorallem die mittlere und südliche Ostküste sowie Tasmanien besucht. Eine Reise nach Tasmanien empfiehlt sich im australischen Sommer, ansonsten kann es recht kalt werden. Unsere nächste Landreise in diesem grossen Land starten wir im australischen Winter. Dann fahren wir zuerst in die sehr heissen Gebiete im Zentrum und im Norden der «Insel». Anschliessend die Westküste runter - quasi eine volle Umrundung.
Bild wird geladen...
Australien - so gross wie Europa
Übrigens vernehmen wir immer wieder viele Übertreibungen im Zusammenhang mit der Grösse von Australien. Auch wir hatten ein falsches Bild und dachten der Kontinent sei riesig. Ja es ist ein grosses Land, aber die Dimensionen sind vergleichbar mit Europa. Nur die Einwohnerzahlen weichen etwas voneinander ab: Australien ca. 24 Millionen - Europa ca. 740 Millionen! Die nächsten Wochen verbringen wir auf der ULANI bevor wir für ein paar Wochen nach Europa fliegen.


Koordinaten zum Anklicken:
Nacht 098 - St. George: 28°01'39.2"S, 148°36'01.4"E
Nacht 099 - Dalby: 27°11'06.4"S, 151°15'58.2"E

Die erste Landreise, dokumentiert in Google Maps (Link).
Australien 06.03.2018   Lightning Ridge, Schürfen nach schwarzen Opalen
29°25'30.1"S, 147°59'42.5"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die Strassen führen am Anfang noch an gigantischen Baumwollfeldern vorbei, später wird es immer trockener und zwischen den vereinzelten Bäumen und Büschen scheint alles ausgestorben zu sein. Aber beim genaueren Hinschauen entdecken wir Schafe am Wegrand. Auch die toten Skelette und felligen Laiber zeugen von Buschgetier. Und plötzlich steht ein Emu am Strassenrand, kaum 2 Meter von der Fahrbahn! Mit 100 Sachen rasen wir am Federvieh vorbei, es scheint Verkehr gewohnt zu sein und macht keinen Wank. Am Zielort angekommen machen wir den Campingplatz klar und erhalten sogar ohne Aufpreis einen Platz mit «Ensuite», also ein eigenes 3 x 3m grosses Häuschen mit Dusche und WC für uns alleine. Es ist keine Saison und der weitläufige Campingplatz ist fast leer - man kämpft um jeden Gast.
Bild wird geladen...
Helm-Trage-Pflicht
Am folgenden Tag erkundigen wir uns im Visitor Centre über die Möglichkeiten und Attraktionen. Man teilt uns mit, dass nun die Läden nach und nach wieder aufmachen. Denn im heissen Sommer (also quasi bis vorgestern) hätten viele geschlossen, weil es nur wenige Touristen hat. Glück gehabt; wir kommen als direkt zum Saison-Auftakt! Wir besuchen zwei Opalminen, die beide auch mit einem Schmuckladen gekoppelt sind. Der eine Opal-Shop wurde direkt in einem alten Stollen der Mine integriert und befindet sich 10m unter der Erdoberfläche. Um all die Attraktionen des Ortes zu sehen könnte man auch Tagestouren buchen, aber das braucht es nicht unbedingt, denn man kann fast alles selber entdecken. Zudem gibt es auch vier gut beschilderte Routen (Car-Door-Tours, Plan im Visitor-Centre für 1$), die man mit dem eigenen Auto abfahren kann. Ein grosser Teil sind Naturstrassen und wir fahren langsam auf dem Schotter. Links und rechts wird tief in der Erde gebuddelt, es sieht aus wie ein Feld das von Maulwürfen umgegraben wurde. Zwischendurch bestaunen uns drei Kängurus und wir tuckern weiter.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...
Australien 02.03.2018   Sawn Rocks, Mount Kaputar National Park
30°20'06.8"S, 149°46'20.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Den Stopp in Narrabri haben wir auf drei Nächte ausgedehnt. Das weil wir am nächsten Ort lieber nach dem Wochenende ankommen. Der Campingplatz hat ausserordentlich gutes Internet und wir surfen an diesen Tagen auch mal etwas mehr im WorldWideWeb. So schauen wir alte TV-Sendungen aus der Schweiz (Arena, Rundschau) an und informieren uns ausgiebig was in unserem kleinen Land die Leute so beschäftigt. Ah ja, natürlich arbeiten wir auch mal wieder an unseren Internetseiten. Bei dem Wetter ruft die Natur! So fahren wir in den nahegelegenen Nationalpark Mount Kaputar und vertreten uns die Beine.
Bild wird geladen...
Erste Erhebungen
Da die Sawn Rocks hier fast omnipresent sind, sollten sie auf unseren Seiten nicht fehlen;-) Ihr sitzt wahrscheinlich in der geheizten Stube oder im Büro und draussen wütet ein Schneesturm. Bei uns liegt der Fall nun etwas anders. Es herrscht eine brütende Hitze! 36 Grad (und mehr) im Schatten und wir schwitzen mal wieder... Naja, wir wollen nicht klagen, denn es ist uns lieber zu warm als zu kalt... aber es muss nicht unbedingt über 32 Grad sein. Es ist sogar so, dass wir auf dem Zeltplatz das Auto mehrmals umparken nur um immer im Schatten zu stehen. So heizt sich das Auto nicht unnötig auf. Abends, wenn die Sonne untergeht, ist es noch lange warm und es dauert ein paar Stunden bis sich die kühle Nacht in unserem Bus ausgebreitet hat. Dann schlafen wir erstaunlich gut - selbstverständlich haben wir die Daunendecken weg gepakt.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Sawn Rocks: 30°08'42"S, 150°03'12.5"E
Australien 01.03.2018   Baumwollfelder, Narrabri
30°20'06.8"S, 149°46'20.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Seit Tagen befinden wir uns ja offiziell im Outback von New South Wales. Aber da hier viel angepflanzt und darum auch bewässert wird, gibt es viele grüne Felder. Wir haben uns das Outback noch steiniger und trockener vorgestellt. Aber das kommt dann sicher noch auf unserer zweiten Reise (ab Juli 2018). Wie schon in manchen der von uns besuchten Orten gibt es auch hier ein Visitor Centre. Viele Informationen über Anbau und Produktion der Baumwolle werden mit Exponaten illustriert.

Sogar eine ganze Erntemaschine kann bestaunt werden. Diese hat eine spezielle Vorrichtung um die Baumwolle zu pflücken und gleich in Ballen zu verarbeiten. An der gut bestückten Prospektwand decken wir uns wieder mit Infoheften, Prospekten und einfachen Karten der nächsten Gegenden ein.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...
Australien 28.02.2018   Wiedersehen mit SY ESPERANZA
31°16'02"S, 149°16'42"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Wir sind noch in Parkes als wir eine E-Mail von der Crew der ESPERANZA erhalten. Martina und Florian sind ebenfalls auf dem Landweg unterwegs und - für australische Verhältnisse - ganz in der Nähe. Kurzerhand planen wir ein bisschen um und fahren einen Umweg damit wir uns in Coonabarabran treffen können.

Nach dem Einrichten auf dem Campingplatz fahren wir gleich los um das »Anglo-Australian Telescope» noch zu besuchen. Wir hatten noch genug Zeit, auch wenn sie bereits um 16:00 Uhr schliessen. Wieder gibt es viele Informationen, beeindruckende Dimensionen und Gewichte - aber diesmal erspare ich euch die Einzelheiten.
Bild wird geladen...
ULANI & ESPERANZA
Kurz gesagt: der Besuch war ok, wenn auch nicht ein absolutes Muss.

Am frühen Abend wollen wir nun den BBQ des einfachen Campingplatzes in Betrieb nehmen. Aber als Florian und ich das Teil in der hintersten Ecke des Platzes finden, sind wir uns schnell einig: auf diese alte, fettige und dreckige Grillplatte legen wir unser Fleisch nicht. Alles kein Drama, denn wir hatten ja unsere Grillpfanne mit dabei. Nach einem gemütlichen und kurzweiligen Abend und dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen, trennen sich unsere Wege schon wieder.

Martina und Florian haben übrigens einen eigenen Reiseblog. Dieser ist natürlich schon lange auf unserer ersten Seite unter der Rubrik BEGEGNUNGEN 2017 verlinkt, aber aus aktuellem Anlass: hier eine Sprungmarke zu ihren Seiten.


Koordinaten zum Anklicken:
Anglo-Australian Telescope: 31°16'32.2"S, 149°04'01.9"E
Australien 26.02.2018   Parkes, Radio-Teleskop «The Dish»
33°07'56"S, 148°10'52.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Sie nennen es «The Dish» (sinngemäss in Deutsch: die Schüssel). Das gigantische Radio-Teleskop wurde 1961 gebaut und kam sogar bei der Apollo 11 Mission, also beim ersten Mondspaziergang, zum Einsatz!

Im Laufe der Zeit wurde natürlich viel modernisiert, aber die Schüssel lauscht noch immer tief in den Weltall. Sie kann Radiowellen wahrnehmen die hundertmilliardstel Watt senden (10-14 W)!
Bild wird geladen...
Visitor Centre
Die Empfindlichkeit der ganzen Anlage ist dermassen hoch, dass die Besucher gebeten werden alle Telefone, iPads und andere Geräte die funken bereits auf dem Parkplatz abzuschalten. Sonst würden sich Störungen ergeben.

Einige Fakten zu diesem Ungetüm: der Durchmesser beträgt 64 m, die Konstrunktion über dem Betongebäude ist 1000 Tonnen schwer, die Schüssel alleine wiegt 300 Tonnen. Eine Drehung um 360° dauert 15 Minuten. Bei Windgeschwindigkeiten um 35 Km/h muss die Anlage aus Sicherheitsgründen abschalten. Auf unserer ULANI hätten wir noch die volle Genua ausgebaumt und würden bequem segeln.

Übrigens schauen die Astronomen nicht durch das Teleskop. The Dish empfängt Radiowellen und angehängte Computer setzen diese Daten in Bilder um. Es gibt ja auch einen Film mit dem Namen The Dish. Wir erfahren, dass einige Ereignisse stark verändert wurden, der Film jedoch einen guten Eindruck von der Anlage vermittelt.

Der Besuch war sehr eindrucksvoll und hat uns gefallen.


Koordinaten zum Anklicken:
The Dish: 32°59'55"S, 148°15'41.6"E
Australien 25.02.2018   Zwischenstopp in Forbes
33°24'06.1"S, 148°00'50.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die heutige Etappe von fast 300 km bringt uns nach Forbes. Dieser Ort liegt auf dem Weg und wir benutzen den Halt nur um die Strecke zu unterbrechen und zu übernachten. Wir fahren mit 110 km/h auf dem geraden Highway als wir die Bremslichter der vor uns fahrenden Fahrzeuge sehen. Eine Rinderherde quert die Schnellstrasse. Für uns eher etwas ungewöhnlich: Der Bauer sitzt auf einem Motocross-Motorrad und treibt die Ausreisser zurück zur Herde. Ich hätte eher einen Cowboy auf einem Pferd erwartet, aber he: andere Länder - andere Sitten.
Bild wird geladen...
Bauer auf Motorrad
Auf jeden Fall hat er die riesige Herde nur bedingt im Griff, denn einzelne Tiere spazieren gemütlich auf der Strasse während er gerade anderswo beschäftigt ist. Alle Autos und Lastwagen versuchen im Schritttempo unbeschadet an den Rindviechern vorbei zu drängen. Apropos Cowboys: so abwägig ist das gar nicht, den immerhin veranstalten einige der Orte hier regelmässig echte Rodeos. Man merkt, dass wir nun wirklich im Outback von New South Wales angekommen sind.
Australien 24.02.2018   Griffith, Höhle eines Eremiten und Steinskulpturen
34°17'48.2"S, 146°02'47.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Im Visitor Centre sammeln wir mal wieder Prospekte der Gegend ein und lassen uns auch persönlich beraten. Einerseits ein guter Service und andererseits unser erster Kontakt mit den Natives;-) Erstaunlich ist in welchem Umfang die Hochglanz-Broschüren jeweils zur Verfügung stehen.

Für eine bekannte Destination wie Sydney oder der Ayers-Rock können wir den finanziellen Aufwand für die Publikationen verstehen - aber für kleine Orte wie Griffith? Aber wir wollen uns nicht beklagen - immerhin ist ja alles kostenlos, hilft uns auch sehr bei der Auswahl.
Bild wird geladen...
Kookaburra
Ein Park mit Steinskulpturen von internationalen Künstlern, die Höhlen wo einst ein italienischer Einwanderer als Eremit gelebt haben soll sowie ein kleiner Innenstadtrundgang sind unser Tagesprogramm.

Auf dem Parkplatz bei den Skulpturen entdecken wir einen Kookoburra (Bild). Ausnahmsweise ist er still und wir müssen uns sein Gelächter nicht anhören. Wenn abends ein paar dieser Vögel loslegen klingt es fast wie Affen im Urwald! Aber hört doch selber hin:

Auf dem einzigen Hügel weit und breit sind die Höhlen des Eremiten zu finden. Wie so oft in Australien ist auch dieser Ort gut beschildert und mit Steintreppe und Geländer weitgehenst gut zugänglich. Etwas weiter unten endet zwar der Weg und man muss dann zwar doch noch über kleine Absätze steigen, aber bei trockenem Wetter ist das für uns sogar in Badeschlappen problemlos. Die Aussicht ist grandios und wir können sogar einen kleinen Sandsturm in der Ferne sehen. Es ist so trocken, dass die Windböen den Staub aufwirbeln. Auf dem Campingplatz müssen wir für ein paar Stunden sogar alle Türen und Fenster schliessen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Hermit's Cave Lookout: 34°16'04.7"S, 146°04'27"E
Stein-Skulpturen: 34°17'21.2"S, 146°02'00.8"E

Manueller Link zum Gesang des Vogels Kookaburra
Australien 23.02.2018   Riverina, flaches Farmland
34°17'48.2"S, 146°02'47.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Weiter durch riesige Anbauflächen. Die grossen, trockenen Ebenen der Riverina wurden vor Jahrzenten mittels offenen Wasserkanälen fruchtbar gemacht. Die Dimensionen sind für uns Schweizer fast unvorstellbar. Dazu ist alles flach und die Strasse führt als eine Gerade mittendurch. Wir fräsen mit 100 oder 110 km/h über den Asphalt und hören dazu Popsongs vom iPad. So geht das manchmal über eine halbe Stunde lang - dann kommt mal ein Haus oder eine Kurve! Zu Beginn sehen wir noch Weiden und Kornfelder, später kommen dann noch Felder mit Baumwolle, Orangen, Pflaumen, Trauben, Reis und vieles mehr dazu.
Bild wird geladen...
... oder es hat Bäume
Im Visitor-Centre lassen wir uns mit Prospekten und Broschüren ausstaffieren und erfahren, dass diese Region ganz Australien mit Früchten und anderen Lebensmitteln versorgt.

Die Kanäle werden mit dem Wasser aus den Snowy Mountains versorgt. Alles sehr spannend - im Gegensatz zu den Stunden auf der Landstrasse. Diese sind nicht soooo spannend, aber auf jeden Fall beeindruckend!
Australien 22.02.2018   Murray River, die Grenze Victoria zu New South Wales
35°32'08.8"S, 144°58'07.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Gestern sprach ich einen anderen Camper an. Er war aus Queensland und ich wollte die Länge seines Campervans wissen. Als wir so miteinander plauderten, verriet er mir, dass er eben direkt von der Grenze runter käme. Ähhh... Grenze? Ich dachte bislang ganz Australien sei von Wasser umschlossen?

Mir war natürlich schon klar, dass er von der Staatsgrenze spricht. Scheinbar denken hier viele - wie in den USA - dass, wenn man die Staatsgrenze überquert, man sich schon als Globetrotter bezeichnen kann;-) Also heute stoppten wir an der besagten Grenze. Der Murray River ist der Grenzfluss und wurde früher intensiv als Wasserstrasse genutzt.
Bild wird geladen...
Kamel am Strassenrand
Für die flachen Stellen wurden Raddampfer eingesetzt, die teils heute noch fahren und natürlich nur noch aus nostalgischen und touristischen Zwecken.

Nach unserem Stopp geht es wieder weiter auf der schier unendlichen Strasse. Links und rechts liegen riesige Felder und Weiden. Plötzlich hat es Kamele am Strassenrand. Da nur spärlich Autos und Lastwagen auf diesem Highway vekehren, steige ich spontan in die Eisen und halte am Strassenrand. Nun haben wir dann bald alle grossen Tiere in Australien auf unserer Liste abgehakt. Eine Stunde später entdeckt Sandra auf einem Feld diese wilden Emus. Sie grasen und ich bin mir nicht sicher ob man bei einer Gruppe von Emus von einer Herde oder noch immer von einer Vogelschar spricht.
Internet sei Dank: bei flugunfähigen Vögeln spricht man von einer Herde.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...
Australien 21.02.2018   Bendigo, Töpferei und Stadtbesichtigung
36°43'33.3"S, 144°18'51.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Der letzte Campingplatz in Ballarat war wirklich gut und es gab sogar akzeptables Internet. So haben wir einen Zwischentag eingelegt und mal die aufgestauten Büroarbeiten nachgeholt. Auch die Homepage gab einiges zu tun, haben wir doch von der Great Ocean Road über 800 Fotos gemacht - nur schon das Aussortieren war zeitraubend.

Gestern trafen wir in Bendigo ein. Auch dieser Platz sagt uns zu und wir buchten gleich zwei Nächte. Zeit haben wir genug und jeden Tag wo anders sein ist zwar möglich, aber auf die Dauer etwas stressig.
Bild wird geladen...
Sacred Heart Cathedral
In einigen dieser Orte gibt es viele Aktivitäten die angeboten werden. Teils zu teuren Eintrittspreisen, aber es ist vieles auch kostenlos. Alles kann man nicht sehen.

Sandra hat sich die «Pottery» - also die Töpferei ausgesucht. Diese Fabrikation wurde 1858 gegründet und produziert noch heute hochwertige Produkte - mit viel Handarbeit! Eine interessante Handwerkskunst, die uns sogar live vorgeführt wurde. Als wir uns so umschauen trifft eine Busladung Inlandtouristen ein. Ihnen wird gezeigt und erklärt wie die Produkte entstehen. Wir stellen uns dazu und staunen, wie der Töpfermeister (nach 30 Jahren töpfern muss er Meister sein) geschickt aus einem Klumpen eine Vase zaubert. Schritt für Schritt zeigt er uns alle Handgriffe und beantwortet viele Fragen. Nach der Darbietung schauen wir uns noch detailliert um und dürfen auch Bilder machen. Nach diesem Besuch schlendern wir noch durch die Stadt, besuchen die Kathedrale und die vom Verkehr geprägte Innenstadt.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...
Australien 18.02.2018   London Bridge und Bay of Islands
37°34'23.5"S, 143°52'17.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Heute werden wir die Küste verlassen und wieder mehr ins Inland fahren. Aber eine Zeit lang folgen wir noch der Great Ocean Road und stoppen bei der London Bridge und später noch bei der Bay of Islands.

Die London Bridge ist zwar vor einigen Jahren eingestürzt, aber daneben steht noch immer ein ansehnlicher Bogen. Die Sicht und das Licht ist heute recht schlecht - es ziehen in den nächsten Tagen noch mehr Unwetter auf.
Bild wird geladen...
Bay of Islands
Im Westen und im Osten von Australien wüten Zyklon-Stürme die auch viel Bewölkung und Regen bringen.

Aber während unserer Landtour beobachten wir das Wetter nur noch reduziert, denn auch bei Wind, Regen, ja Sturm - im Auto schlafen wir gut. Es ist mehr eine Comfortsache als eine Frage der Sicherheit. Mit dem letzten Lookout «Bay of Island» geht unsere Strecke an der Great Ocean Road zu Ende. Ohne Sonnenschein sinken die Temperaturen unangenehm und deshalb fahren wir heute etwas mehr in den Norden. Auf dem Weg sehen wir viele grosse Weiden und Wiesen - überhaupt viel Viehwirtschaft.

Die Stadt Ballarat ist recht gross und biete wieder viele Supermärkte und Tankstellen mit normalen Preisen. Bekannte und abgelegene Orte haben immer Sonderpreise, die beim Benzin schon mal gut 20% teurer sein können!


Koordinaten zum Anklicken:
London Bridge: 38°37'19.9"S, 142°55'57.4"E
Bay of Islands: 38°35'06.5"S, 142°49'32.7"E
Australien 17.02.2018   Twelve Apostles, Great Ocean Road
38°41'38.5"S, 143°09'19.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die zwölf Apostel besuchen wir tagsüber und auch abends nochmals. Alle raten uns, sich die Felsen bei Sonnenuntergang anzusehen, denn das sei noch imposanter. Da unser heutiges Nachtlager nur 8 Autominuten entfernt liegt, fahren wir nochmals hin. Wir dachten abends sei der Besucheransturm etwas abgeflacht - falsch! Von Sonnenaufgang bis -untergang wird dieser Platz von Touristen besucht. Die Kalksteinküste erodiert jedoch immer mehr und so verändert sich die Natur. Es existieren nicht mehr alle 12 Türme, denn die einen sind so wie sie entstanden sind, auch wieder verschwunden. .
Bild wird geladen...
Die Brandung donnert an die Küste
Als wir ankommen ist der Himmel noch leicht bedeckt, aber die Wolken lösen sich mehr und mehr auf, so dass wir eine fantastische Aussicht geniessen dürfen.

Die Brandung ist recht gross, da sie in den letzten Tagen von starken Winden angetrieben wurde. Nach einiger Zeit und vielen Fotos sind wir den Rummel ein bisschen satt und verziehen uns für ein paar Stunden auf unseren Campingplatz. In dieser Zeit können schon mal die Fotos sichern, die Speicherkarten wieder leeren und die Akkus laden.

Als wir wieder zurück bei den Zwölf auf den Sonnenuntergang warten, zweifeln wir ob wir nicht Gegenlicht haben würden. Aber die Sonne dreht beim Sinken immer mehr in die offene See hinaus - wir hoffen es wird noch was. Leider verdunkelt ein flaches Wolkenband über dem tiefen Horizont die Sonne und die Bilder werden nicht so wie erhofft.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Später, wir sind auf dem Rückweg zum Auto, passieren wir ein Werbebild der 12 Apostel. Und ich bemerke, dass die guten Bilder nicht abends sondern früh morgens aufgenommen wurden! Aber nach unserem kalten Abend wollen wir das morgen Früh nicht nochmals wiederholen.


Koordinaten zum Anklicken:
Twelve Apostles: 38°39'58.4"S, 143°06'15.3"E
Loch Ard Wreck: 38°38'53.8"S, 143°04'08.2"E
Thunder Cave: 38°38'44.4"S, 143°03'38"E
Sherbrook River: 38°38'35.3"S, 143°03'25.5"E
Australien 16.02.2018   Marengo, Nachbarort von Apollo Bay
38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Einen Campingplatz haben wir nicht reserviert, denn Apollo Bay hat mehrere und wir finden sicherlich ein kleines Plätzchen für unseren Bus. So fahren wir also beim ersten schönen Zeltplatz vor und fragen an der Rezeption nach. Ein sehr gepflegter Platz mit Meerblick - wirklich nett hier. Ja, sie hätten freie Plätze bestätigt uns die Empfangsdame.

Aber bevor wir weitere persönliche Angaben machen, fragen wir nach dem Preis - und - somit hat sich die Sache erledigt! Die wollen fast das Doppelte von einem üblichen Preis.
Bild wird geladen...
Direkt am Meer
Wir bedanken uns für die Mühe und ziehen weiter. Etwas versteckt, inmitten von privaten Häusern, gibt es einen anderen Cabin- und Caravanpark. Es ist ein einfacher Platz, nichts spezielles, da müsste der Preis doch auch tiefer sein. Aber auch dieser Herr im Arrival-Office will 52$ pro Nacht haben. Und das Internet gehe im Moment auch nicht.

Als wir nach einem Spezialpreis fragen, schüttelt er nur den Kopf und sagt dann noch: "Ihr werdet keinen Platz an der Great Ocean Road finden der billiger ist." Ich erwidere "wir werden sehen" und fahren weiter. Im gleich anschliessenden Ort Marengo gibt es nämlich noch eine weitere Möglichkeit.

Hier wird uns am Empfang 45$ angeboten. Nun möchten wir wissen, ob der Preis sich bei 2 Tagen verändert? Ja, bei 2 Tagen ist er 39$ - das ist noch nicht billig, aber ein angemessener Preis, finden wir. Wir sagen zu, erhalten einen guten grossen Platz und richten uns ein. Als wir dann am folgenden Tag einen Ausflug in die anschliessende Apollo Bay unternehmen, kaufen wir ein und sehen im Supermarkt ein gutes Schild (Bild).
Australien 15.02.2018   Split Point Lighthouse, Ostteil der Great Ocean Road
38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Melbourne verlassen wir in Richtung Süd-Westen und folgen den ersten Kilometern der «Great Ocean Road». Kaum haben wir etwas Distanz zur Grossstadt gemacht, verlassen wir den Highway und biegen auf die B100, besser bekannt als «The Great Ocean Road» ab. Die Strasse windet sich der Küste entlang, teils hoch über den Klippen, dann wieder direkt dem Strand entlang.

Am Rande der kleinen Ortschaft Aireys Inlet machen wir eine Pause. Das Wetter lädt zwar nicht gerade zum Spazieren ein, aber wir schlendern trotzdem zum Leuchturm hoch und später kurz am Strand entlang. Das Wasser und auch der Sand ist kalt.
Bild wird geladen...
Am Anfang der Great Ocean Road
Zurück im Fahrzeug stellen wir die Heizung auf den Fussbereich um und drehen voll auf!

Leider ist für die nächsten Tage nur wenig Sonnenschein zu erwarten. Nur an wenigen Tagen soll sich die Sonne in kurzen Perioden zeigen. Aus diesem Grund planen wir einen zwei-Nächte-Stopp in Marengo, denn wir möchten die berühmten zwölf Apostel in schönem Licht sehen.


Koordinaten zum Anklicken:
Split Point Lighthouse: 38°28'05"S, 144°06'16"E
Australien 13.02.2018   Melbourne Stadtbesichtigung
38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Es war klar, dass wir gestern erst spät in Melbourne eintreffen würden. So haben wir bereits vor ein paar Tagen auf dem Campingplatz in Melbourne unser Kommen angekündigt. Das Office wäre nur bis 20:00 Uhr besetzt, aber falls wir später eintreffen würde man uns einen Briefumschlag mit der Platznummer und den Schlüsseln hinterlegen.

Bis wir dann endlich vom Schiff rollten und uns durch den Verkehr der Innenstadt wälzten, war es zeitlich ganz knapp. Kurz vor Acht treffen wir auf dem knapp 40 km entfernten Campingplatz ein.
Bild wird geladen...
Kirchen und Kathedralen
Das Büro war noch besetzt und wir konnten alles regeln, bevor wir unter die Decke schlüpften.

Heute besuchen wir die Stadt Melbourne mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies ist nicht nur günstiger, sondern auch stressfreier. Die Parkmöglichkeiten sind beschränkt und teuer. Gleich vor unserem Campingplatz gibt es eine Haltestelle wo wir alle 15 Minuten einen Bus zum Bahnhof nehmen können. Der bringt uns zum 4 km entfernten Bahnhof und die Bahn dann direkt in die Innenstadt.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Vielversprechend und einleuchtend einfach - wenn da nur nicht gerade in diesen Tagen die Bahnlinien erweitert worden wären. Der Bus-Ersatz für die erste Teilstrecke war jedoch professionell arrangiert.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...
Australien 12.02.2018   Schiffsreise zurück nach Melbourne, Victoria
38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018

Bild wird geladen...

Schon vor einigen Tagen erhielten wir eine SMS-Nachricht und E-Mail von der Spirit of Tasmania. Alles sehr gut organisiert - fast ein wenig zuviel des Guten. Vielleicht haben in der Vergangenheit viele Touristen das Schiff verpasst? Oder halten die uns für so doof? Keine Ahnung, also wir hätten das Schiff nicht verpasst! Unser Wecker schellt uns kurz nach fünf Uhr aus dem Bett. Für die Überfahrt werden jetzt noch Sandwiches vorbereitet und die Daunen-Schlafsäcke verpackt.

Wir benutzen diese als zusätzliche Decken in kalten Nächten. Da aber auf der Fähre die Klimaanlage die Räume so unangenehm kühlen, brauchen wir was zum zudecken! Es ist noch stockfinster als wir unser Auto zur Abfahrt bereit machen: Stromkabel ausstecken, Heckklappe zu und den Rest machen wir dann unterwegs.
Bild wird geladen...
Wir können uns die Sitze aussuchen
Uns war schon klar, dass dann auf dem Dock-Parkplatz das grosse Warten beginnt... so war es dann auch.

Aber Zeit haben wir ja genug und das ganze Zuhause mit dabei - also «no worries» - wie der Australier bei jeder Gelegenheit zu sagen pflegt. Nach gefühlten 3 Stunden - geschätzt war es eher eine Stunde - steht unser Wagen auf Deck fünf. Kaum geparkt schnappen wir unsere vorbereiteten Taschen und steigen die Treppen hoch zum Deck Sieben. Wie gehofft sind die guten Sitzgruppen noch nicht belegt und wir richten uns für die neuneinhalbstündige Überfahrt ein. Natürlich haben wir gestern nochmals die Wetterprognosen und die Wellen studiert. Die Vorhersagen sind nicht mehr so ideal wie bei der Hinfahrt, aber es sind keine grossen Wellen zu erwarten.

Die kurzweiligen Live-Übertragungen der Australien-Open (Tennis) sind ja leider vorüber und so wurden wir bei dieser Überfahrt von blödsinnigem Dauerwerbefernsehen berieselt - mit 10-facher Wiederholung - mindestens! Na was soll's - Stöpsel rein und Musik vom iPod hören. Ja, ja ich weiss - wir sind technisch nicht auf dem neuesten Stand - wer hat heute noch ein iPod. He, aber immerhin, es ist kein Walkman mehr!
Drei Wochen Tasmanien
Australien 10.02.2018   Seahorse World, Beauty Point
41°09'53.4"S, 146°33'25"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Seepferdchen gibt es auch in anderen Aquarien zu bewundern. Das besondere an dieser Anlage ist, dass diese speziellen Fische hier gezüchtet werden. Es sei weltweit die einzige Anlage die Seepferdchen in die ganze Welt exportieren darf. So nun war ich gespannt was uns hier für die 22 $ Eintritt (ca. 15 CHF) geboten wird.

Die Führung dauerte etwa 45 Minuten und war sehr umfassend. Es gibt einige verschiedene Untergruppen, unter anderem auch die Seedrachen (Seadragons)! Am Anfang der Führung teilte man uns mit, dass wir unbeschränkt fotografieren können, nur dürften wir keinen Blitz benutzen.
Bild wird geladen...
Seepferdchen
Nach den ersten Versuchen war klar, dass die quirligen Tierchen unmöglich ohne Blitz scharf aufgenommen werden können. Die lange Belichtungszeit verschmierte alle Bilder.

Also musste ich mir ein paar Ausnahmen genehmigen... verstohlen blitze ich hier und da, ohne dass man mich tadelte... also alles gut gegangen und wenigstens einige gute Aufnahmen! Im vorletzten Raum gab es ein spezielles Aquarium. Es stand tiefer als die anderen und wir durften die Seepferdchen anfassen und sogar ganz in die Hand nehmen! Dabei musste natürlich immer das Köpfchen unter Wasser gehalten werden. Die Körperschale ist erstaunlich hart. Diese spezielle Erfahrung war eine gelungener Abschluss dieser Führung.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Seahorse World: 41°09'02"S, 146°49'22.8"E
Australien 09.02.2018   Swiss Village Grindelwald
41°04'58.7"S, 146°48'42.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Als wir das auf der Landkarte entdeckten war klar - da wollen wir hin. Heute ist der grosse Tag und wir planen so, dass wir über die Mittagszeit dort eintreffen. Fondue, Raclette oder Züri-Geschnetzeltes - uns läuft schon das Wasser im Munde zusammen. Da werden wir mal was in ein schweizerisches Menü investieren....

Schon die Infotafel beim Parkplatz verrät uns, dass dieses Village von einem Holländer gegründet worden ist (???). Er habe mehrmals die Schweiz besucht und kam so auf die Idee dieses Schweizer Dorf zu gründen - aaahhhaaa (???). Schon sind unsere Erwartungen etwas gedämpft. Im Bistro «Alpenrose» wollen wir uns nun verwöhnen lassen.
Bild wird geladen...
In Ehren wird dieses Souvenir auch nicht gehalten
Die Speisekarte preist Burger, Fish 'n' Chips und anderes an. Nur kein einziges Schweizergericht fand auf die Karte! OK, scheinbar auch das war zu viel erwartet. Aber sie bieten Pizza vom Holzofen an. Der ganze Raum duftet nach dem Holzfeuer, wir sehen es auch und so bestellen wir zur Not eine Pizza. Als gebranntes Kind, frage ich zur Sicherheit nochmals nach ob es sich um Slice, also Pizza-Stücke oder um ganze Pizzen handle. Nein, nein, die wären rund. Und wie gross dürfen wir denn die Pizza erwarten, war meine nächste Frage. Die Dame ist noch recht nett und zeigt uns einen Tellerdeckel: etwa so gross seien sie. Nicht riesig aber immerhin - wir bestellen.

Die Pizza wird frisch gemacht, ab in den Ofen und fünf Minuten später steht die Überraschung auf dem Tisch. Sie ist so mickrig, dass ich nun die Bedienung nochmals höflich auf unser eben abgehaltenes Gespräch erinnere. Sie holt sogar den viel grösseren Tellerdeckel. Ich halte ihn neben die Pizza und es ist offensichtlich, dass wir nicht von den selben Grössen sprechen. Ja die schrumpfe eben im Ofen jeweils noch, meinte sie lapidar. Hallo? Ich habe ja nicht nach der Teiggrösse, sondern nach der Pizza gefragt.

Also das war wirklich der Gipfel... Wenn ein Schweizer jemals hier im Tasmanischen-Grindelwald eintrifft - eines ist garantiert: die grosse Enttäuschung!


Koordinaten zum Anklicken:
Dieser Ort hat uns mehrfach dermassen enttäuscht, dass wir hier ganz sicher KEINE Koordinaten veröffentlichen - wer diesen Ort findet ist selber schuld!
Australien 07.02.2018   Table Cape, Burnie und Pinguine
41°02'09.5"S, 145°49'18.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Auf dem Weg in den Osten machen wir noch schnell einen Abstecher in Wynyard. Auch hier gibt es am Kap einen Berg oder vielmehr eine Hochebene. Diese Fläche wird «Table Cape» genannt. Hier werden nebst den Poppy's auch in grossen Mengen Tulpen angebaut. Leider sind diese schon lange geerntet und verkauft.

Erstaunlicherweise werden auch die Händler in den Niederlanden mit tasmanischen Tulpen beliefert! Im Visitor Centre von Burnie erfahren wir wann und wo die Pinguin-Führungen stattfinden.
Bild wird geladen...
Die Pinguine werden nur 35 - 40 cm gross
Im Gegensatz zu den teuren Touren, die für die vielen Touristen aus kommerziellen Zwecken veranstaltet werden (z.B. in Philip Island), werden hier die Führungen kostenlos von Freiwilligen Pinguinfreunden durchgeführt. Die vollumfängliche Information in der Einführung ist abwechslungsreich und kurzweilig. Die Fakten rund um die kleinen Vögel werden uns absolut kompetent und im familiären Rahmen vermittelt. Das hat mir sehr gefallen! Leider müssen sie uns gleich am Anfang sagen, dass wir nicht mehr sehr viele Pinguine sehen würden, jedoch einige werden schon kommen.

Die beste Jahreszeit wäre so ab Dezember, dann brüten alle Pinguine das erste Mal. Nach dem Schlüpfen werden die Jungen sechs Wochen versorgt, ab dann müssen sie alleine zurecht kommen. Nur wenige Pinguin-Paare brüten im gleichen Jahr anschliessend nochmals.
Bild wird geladen...
Ein Elternteil vor dem Nest
Genau diese wenigen konnten wir noch beobachten. Erst nach dem Einnachten, es war bereits stockdunkel, wagen sich die einzelnen Eltern an Land. Da sie nun nicht mehr in Scharen anlanden, fehlt der Schutz der Gruppe und sie fühlen sich unsicher. Nur zögerlich kommen sie zu ihren Jungen an Land. Damit wir sie nicht stören ist kein Licht erlaubt. Nur die rotscheinenden Taschenlampen der Tourguides erhellen jeweils die gesichteten Tiere.


Koordinaten zum Anklicken:
Info Center Pinguin: 41°02'47.5"S, 145°53'59.3"E
Australien 06.02.2018   The Nut in Stanley
40°45'49"S, 145°17'42.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Bereits gestern, nach unserem Ausflug zur hintersten Kante der Welt, sind wir auf dem Campingplatz in Stanley eingetroffen. Das markante Massiv am Ende dieser Halbinsel heisst «The Nut». Gleich unterhalb, quasi am Fusse dieses Felsgiganten liegt unser Camp, sogar mit direktem Meerzugang.

Da auch heute wieder die Sonne scheint, wollen wir diesen 146 m hohen Hügel erkunden. Der extrem steile Weg nach oben kann auch mit einem kleinen Sessellift abgekürzt werden. Wir sind auf die Sesselbahn gespannt und fahren bequem hoch. Auf der Hochebene führt ein lockerer Spaziergang von 2 km rund herum. Mehrere Aussichtsplattformen bieten schöne Panoramen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Kaum vom Sessellift abgebügelt attackieren uns wieder einmal die Fliegen. Die Biester sind recht klein und gar nicht scheu. Sie schiessen im Direktflug in die Augen oder die Ohren, manchmal in die Nase, Mundwinkel oder sogar in den Mund - pfuiteufel. Mit den Armen wedelnd verusche ich diese Plagegeister zu vertreiben. Sandra lässt sich einfach ihre langen Haare ins Gesicht fallen und ist geschützt. Unten im Auto hätte ich ein Fliegen-Schutznetz das man sich über den Kopf ziehen kann. Man sieht dann halt aus wie ein Imker, aber dafür hat man seine Ruhe.
Australien 05.02.2018   Edge Of The World, am indischen Ozean
40°45'49"S, 145°17'42.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
An der Westküste in den indischen Ozean springen und immer nach Westen schwimmen - ihr würdet Südafrika südlich passieren und erst in Argentinien auf Land stossen! Also, falls ihr nicht erfrieren, ertrinken oder von Haien verspeist würdet.

Tasmanien liegt erstaunlich südlich! Die ganze Insel befindet sich in den «Roaring Forties» (Deutsch: die brüllenden Vierziger). Seeleute nennen so die stürmischen Westwinde zwischen dem 40. und dem 50. Breitengrad. Aber wir haben so mildes Wetter im Moment, kaum vorstellbar wie hart es an dieser Küste sein kann. Bei schlechtem Wetter treffen hier sehr hohe Wellen, angetrieben von stürmischen Winden, direkt auf die Küste.
Bild wird geladen...
Edge Of The World
Die niedrige Vegetation verrät, dass hier oft raues Klima herrscht.

Im Norden der Westküste fahren wir fast 4 km auf einer Naturstrasse um zum Leuchturm am Bluff Hill Point zu gelangen. Das Wetter spielt mit und die See ist recht ruhig. Weiter bis zum etwas südlicheren Arthur River gibt es dann wieder asphaltierte Strassen. «The Edge Of The World» nennen die Australier diesen Ort bescheiden. Für den Rückweg nach Stanley vervollständigen wir die kreisförmige Rundfahrt, ziehen also noch etwas in den Süden bevor es wieder im Inland nach Norden an die Küste geht.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Leuchturm Bluff Hill Point: 41°01'07"S, 144°37'36"E
Edge Of The World: 41°03'27.1"S, 144°39'38.3"E
Australien 04.02.2018   Abstecher Leven Canyon, anschliessend Nordküste
41°06'23.5"S, 146°04'00.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die Einrichtungen im Gowrie Park, unserem letzten Campingplatz, waren etwas rustikal. Die Wasserversorgung bestand aus erdigem Grund- oder Bachwasser und dem etwas klareren Regenwasser. Zum ersten Mal verwenden wir für unseren Kaffee nur gekauftes Wasser. Das Regenwasser könne man auch trinken, erklärt uns die Dame vom Empfang.

Aber das Wasser wird auf den Wellblech-Dächern gesammelt und unbehandelt angeboten. Ich kann mir vorstellen, dass der viele Vogelkot und anderes auf den teils rostigen Dächern gleich auch mit in den Cocktail kommen - äähhh nein - definitiv nein! Die Toiletten und die Duschen werden vom braungefärbten Grundwasser gespiesen. Das Duschen verschieben wir dann auch gleich auf den nächsten Ort.
Bild wird geladen...
Der Aus-Flug ist schon vorbei
Anfänglich wollte ich die einstündige Umwegfahrt, nur für einen Lookout, nicht in Kauf nehmen. Aber wir haben es dann doch gemacht und ich war überrascht, es war ein schönes Plätzchen. Es wurde auch einiges geboten: Da war ein junges Paar mit einer kleinen Drohne. Das Ding war im Nu startbereit - ich war beeindruckt und war mir sicher - das kleine Spielzeug hat auch was gekostet. Ich witzelte noch " hoffentlich war sie nicht zu teuer, falls sie nicht mehr zurück kommt". Selbstsicher startet der junge Mann das Hightechding direkt vom auskragenden Steg und zieht über den tiefen Abgrund hoch - kaum zwei Minuten später murmelt er etwas in sein Smartphone-Bedienungbildschirm, seine Freundin schaut besorgt und empfiehlt die Kommzurück-Funktion auszulösen. Die Drohne kam dann zwar brav in unsere Richtung, blinkte aber bei einem der vier Rotoren verdächtig und stürzte unkontrolliert ins steilabfallende Gebüsch...
Bild wird geladen...
Junges Wallaby
Als der junge Mann übers Geländer stieg wurde es dann etwas brenzlig.

Wir wissen nicht wie es ausgegangen ist, aber wir hörten noch andere Touristen rufen: "Da, da hinten blickt etwas rot...". Für eine Notfallhilfe wären genug Passanten da gewesen, uns brauchte es also hier nicht mehr. Auf dem Rückweg sitzen friedlich eine Wallaby-Mutter mit ihrem Jungen am Wegrand. Bis wir die Kameras hervor gekramt hatten, ist die Mutter bereits ins Unterholz gehoppelt. Nur das Junge blieb naiv sitzen und knabberte an etwas weiter.

Ich sag ja - es wurde viel geboten bei diesem kleinen Ausflug.


Koordinaten zum Anklicken:
Leven Canyon Lookout, Parkplatz: 41°24'01.1"S, 146°01'49.5"E
Australien 03.02.2018   Cradle Mountain, Schnabeligel (Ameisenigel)
41°28'13.6"S, 146°12'58"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Als wir heute früh aus unserem Van stiegen, lag eine Mischung zwischen Nebel und Wolke über dem Platz. Verhangen in den nahen Bergen, jedoch zum Glück nicht so dicht, wir hoffen auf gutes Wetter.

Heute wollen wir ja zum Cradle Mountain. Dieser Berg, die Seen rund herum und eigentlich das ganze Wandergebiet ist touristisch voll erschlossen. Ein Shuttlebus bringt uns ins Zentrum der Wanderwege. Für meinen Geschmack ist alles ein bisschen zu überorganisiert!
Bild wird geladen...
Eierlegender Schnabeligel
Es gibt verschiedene Spazier- und Wanderwege. Die einen so ausgebaut, dass wahrscheinlich auch Rollstuhlfahrer sie absolvieren könnten. Die langen, sicher auch die anspruchsvolleren, können sich über mehrere Stunden oder sogar Tage hinziehen.

Ausnahmslos alle, also auch Besucher die nur für ein paar Schritte den Parkplatz verlassen, müssen sich im Ranger-Buch ein- und später wieder austragen. Auch soll man angeben was man vor hat - an einem sonnigen, warmen Sommertag scheint mir diese Massnahme für einen Spaziergang um den See ein bisschen «too much».

Aber natürlich spielen wir mit und fairerweise muss ich sagen, das Registrieren ging einfach und zügig, wirklich kein Aufwand.

Schon nach den ersten Schritten bemerken wir die Menge der Besucher. Viele Asiaten, aber auch andere Touristen und Einheimische sind unterwegs auf den Pfaden.
Bild wird geladen...
Morgens noch feuchtes Bergwetter, Queenstown
Die Bergidylle haben wir nicht nur für uns alleine - es werden regelrecht Menschenmassen durchgeschleust. Und natürlich ist das Ganze auch ein grosses Geschäft. Wer nicht schon einen Nationalparkpass gekauft hat, muss teure Eintrittspreise bezahlen oder den Pass nachträglich erwerben. Dass der Busservice oder die Parkplätze etwas kosten finde ich ok. Aber dass man für das Wandern in der Natur noch Eintritt bezahlen muss, empfinde ich, gelinde gesagt, als unverschämt!


Koordinaten zum Anklicken:
Cradle Mountain Parkplatz Visitor Centre: 41°34'54.7"S, 145°56'16.9"E
Australien 02.02.2018   Queenstown, Tagesausflug nach Strahan
42°21'08.6"S, 147°54'16.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die Sonne scheint wieder und wir waren mit unserem Campingplatz in Queenstown sehr zufrieden. Gestern sassen wir im Aufenthaltsraum und der Eigentümer des Platzes feuerte im Holzofen ein. Der mit einer Glasscheibe versehene Stahlofen strahlte nicht nur eine wohlige Wärme aus, auch der Ambience-Faktor erreichte seinen absoluten Höhepunkt!

So beschlossen wir noch eine weitere Nacht hier zu verbringen. Tagsüber starten wir unseren Tagesausflug und fahren nach Strahan. Diese kleine Stadt liegt an der Westküste und ist ziemlich genau in der Mitte von Tasmanien.
Bild wird geladen...
Bäckerei, Café, Pub
Wirklich viel zu sehen gab es zwar nicht, aber wir hatten sensationelles Wetter!

Die teure Bootsfahrt von sechs Stunden habe wir uns erspart, immerhin haben wir schon ein-zwei Stunden auf See verbracht;-)

Für die Rückfahrt wählten wir eine andere Route und stoppten in Zeehan um kurz zu tanken. Kaum angehalten hupt einer und fährt wie wild auf uns los. Philip und Sibylle winken aus den offenen Fenstern... was für ein Zufall! Ich kann es kaum begreifen: haben wir doch nichts vereinbart, uns vor 3 Tagen getrennt und nun sind wir auf einer grossen Insel (1,5 Mal so gross wie die Schweiz!) auf die Minute am gleichen Ort!!! Das ist doch nicht möglich! Sofort war klar, dass wir zusammen irgendwo einen Kaffee trinken gehen müssen. Informationen über die letzten Tage werden ausgetauscht und viel geschwatzt - und ich fasse es noch immer nicht - wie ist so ein Zufall möglich?!
Australien 01.02.2018   Queenstown, im rauen Westen
42°21'08.6"S, 147°54'16.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Südlich von Hobart gibt es einige Halbinseln und Orte die wir erkunden wollten. Durch Gordon und um die ganze Peninsula sowie auch hinunter bis Southport machten wir die Strassen unsicher;-) Durch diese zusätzliche Schlaufe war klar, dass wir nur unweit von Hobart ein Nachtlager aufsuchen würden. So reservierten wir, rein aus praktischen Gründen, in New Forfolk einen Stellplatz für die Nacht.

Am folgenden Tag fuhren wir mal wieder einen Highway der diese Bezeichnung nicht verdiente. Eine schöne Landstrasse durch Wälder, vorbei an Seen und über Hochebenen.
Bild wird geladen...
Stromproduktion
Die wohl kältesten 24 Stunden haben wir hinter uns und nun sollen die Temperaturen wieder etwas steigen. Beim Fahren spielt das ja keine Rolle, aber wenn der Motor aus ist... An der Sonne ist es sehr angenehm, aber bei Bewölkung, Wind oder gar Regen sinkt das Thermometer nachts unter 10 Grad und klettert tagsüber auch nicht mehr über 18! Unser kleiner Heizlüfter kam zum Einsatz. Wir sind mit seiner Leistung sehr zufrieden. Natürlich braucht er «Landstrom», aber wir buchen die Campingplätze immer mit Power. Wieviel Strom wir verbrauchen hat bisher nur ein einziger Platzanbieter gemessen, fast immer werden die Kilowattstunden nicht gemessen und so spielt es keine Rolle wenn wir einheizen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Nacht 063, New Norfolk Camping: 42°46'32.8"S, 147°03'57.8"E
Australien 30.01.2018   Wiedersehen mit BLUE BIE in Hobart
42°49'52.1"S, 147°29'36.9"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Mit meinem Namensvetter Philip von der BLUE BIE stehen wir seit ein paar Tagen in Kontakt, denn er ist von Sydney losgesegelt in Richtung Tasmanien. Heute treffen wir ihn und seine Reisebegleiterin Sibylle in der Stadt Hobart. Vor dem Rendez-vous sehen wir uns noch die nähere Umgebung des Hafens an. Die St. Davis Cathedral hat uns ganz besonders gut gefallen. Nach dem Rundgang gehen wir alle vier gemeinsam Mittagessen und anschliessend fahren wir zu «MONA» Museum of Old and New Art. Die Anlage liegt auf einer kleinen Halbinsel, ca. 10 km flussaufwärts. Obwohl unser Fahrzeug nur für 3 Personen zugelassen ist, machen wir eine Ausnahme und fahren gemeinsam zu diesem, etwas verrückten Kunsthaus!
Bild wird geladen...
Gebrauchtes Motorenöl als Attraktion
Zuerst wollte ich da eigentlich gar nicht hin, aber die anderen haben mir versichert, dass es sich nicht um ein normales Museum handle. Es seien eher etwas schräge Exponate und deshalb etwas Besonderes. Und ich muss sagen: es hat mir sehr gefallen! Schon das Gebäude selbst ist faszinierend. Es gibt viele verschiedene Räume und Themen. Wir schlendern durch und brauchen über die zwei Stunden um alle Räume zu sehen. Zurück im Hafen sitzen wir noch eine Stunde im Cockpit, bis die Sonne hinter dem Gebäude verschwindet und es sofort kühl wird. Es war ein gelungenes Zusammentreffen und ein abwechslungsreicher Tag! Wir verabschieden uns im Glauben, dass wir uns auf Tasmanien wohl nicht mehr treffen werden - es kam dann anders...

Bild wird geladen...

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
«MONA» Museum of Old and New Art : 42°48'45.4"S, 147°15'39.9"E
Australien 28.01.2018   Port Arthur, Tasman Peninsula
42°21'08.6"S, 147°54'16.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Nach einer Nacht auf dem modernen, aber sterilen Campingplatz (beim Flughafen Hobart) fahren wir auf die Peninsula Tasman. Eigentlich wollten wir das alte Gefängnis besuchen. Aber als wir da ankamen schreckte uns der Touristenrummel und der unverschämte Eintrittspreis von 39$ pro Person ab.

Und dies um in brütender Hitze in einer Senke einige Bauruinen zu bestaunen. Historical Site auf Australisch eben - aber mit ein paar hundert asiatischen Touristen zusammen durchgeschleust zu werden, macht uns gar nicht an.
Bild wird geladen...
Einsame Plätzchen hat es genug
Wir stellen immer mehr fest: Australien reizt uns vorallem wegen der Natur und speziell der Tierwelt.

Da wir nun schon einmal auf dieser grossen Halbinsel sind, fahren wir die Küstenstrassen ab und entdecken unter anderem die sehenswerte Höhle «Remarkable Cave». Zuerst dachten wir es handle sich bloss um einen Lookout. Aber die vielen Fahrzeuge deuten auf etwas Grösseres hin. Wir schauen zu wie die Ortskundigen einen seitlichen Pfad nehmen und kurz darauf im Gebüsch verschwinden.

Nach dem Lookout schlagen wir ebenfalls diesen Weg ein. Über kleine Holzstege und -Treppen geht es hinunter zu einer impossanten Höhle. Da nun gerade Ebbe ist, klettern alle - und wir machen das dann auch - über das Geländer der untersten Plattform. Nur so gelangt man in die nun trockene grosse Höhle und durch sie hindurch an den Strand.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Remarkable Cave: 43°11'14.7"S, 147°50'39.3"E
Nacht 059, Hobart Airport Camping: 42°49'52.1"S, 147°29'36.9"E
Australien 26.01.2018   Tasmanischer Teufel und Camping im Bush
42°21'08.6"S, 147°54'16.1"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Das nachtaktive Tier ist in der Wildnis kaum anzutreffen. Es gibt ihn noch, den Tasmanischen Teufel, auch in freier Wildbahn, aber leider stark dezimiert. Eine Infektionskrankheit hat 90% der Population gefordert und diese Seuche ist noch immer nicht eingedämmt. Die Tiergarten arbeiten zusammen mit der Forschung an einer Lösung des Problems.

Diese Fleischfresser (meist von Kadavern) werden teils auch angefahren, da sie sich an den toten Körpern der Wallabies (kleine Kängurus) und anderen Waldbewohnern am Strassenrand laben. Ihr starkes Gebiss (5x grössere Beisskraft als ein Pitbull!) kann Knochen durchtrennen.
Bild wird geladen...
Nagen am Känguru-Bein
Sie sollen sogar in der Lage sein einen menschlichen Unterschenkel durchzubeissen. Für ihre Körpergrösse sind sie darin Weltmeister.

Wir treffen gerade rechtzeitig zur täglichen Fütterung ein. Die Parkangestellte ist sehr fachkundig und kennt die Charakteren der einzelnen Tiere. Nicht bei allen Teufeln geht sie in das Gehege um sie zu füttern. Denn die einen sind eher an ihren Beinen als am mitgebrachten Fleisch interessiert!

Der Tierpark beheimatet aber noch viele weitere Tiere. Wombats, Kängurus, Schlangen, Echsen, viele Vogelarten, Possums und andere Waldbewohner. Wir verweilen mehr als zwei Stunden im Park und füttern zwischendurch auch junge und ältere Kängurus aus der Hand. Die meisten können wir sogar streicheln oder zumindest kurz berühren.

Da wir unsere Unterkunft vorzu planen und wissen, dass am National-Feiertags-Wochenende viele Campingplätze ausgebucht sind, telefonieren wir rum um einen Nachtplatz zu buchen. Erst der dritte Campingplatz kann uns noch aufnehmen. Es ist ein spezieller Platz - wir schlafen mitten im Busch. Um uns herum hat es Wallabies und viel anderes Getier. Leider auch sehr viele stechende Biester und wir ziehen nach einer Nacht in diesem Adventure-Park weiter.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Natureworld (Devils): 41°50'17.3"S, 148°15'20.3"E
Australien 25.01.2018   Bay of Fire, Traumstrände an der Ostküste
41°28'03.7"S, 148°15'39.9"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Da wir noch die «Bay of Fire» besuchen wollen, ist der nächste Campingplatz nicht weit im Süden. So können wir noch die Küste nördlich von uns erkunden, bevor wir wieder die Bucht von St. Helens passieren und weiter südlich in Scamander zum übernachten stoppen.

Gleich nördlich von St. Helens liegt der kleine Ort Binalong Bay. Ein grosser Strand mit weissem Sand so fein wie Puder lädt uns ein um einen Spaziergang am Wasser zu machen. Dies ist auch gleich die südliche Begrenzung der Region mit dem Namen Bay of Fire.
Bild wird geladen...
Weisser, feinpulvriger Sand in Binalong Bay
Die asphaltierte Garden Road führt uns dem Ufer entlang in den Norden. Diese Strasse ist eine Sackgasse und endet auf einem Parkplatz.

Von da aus gibt es einen kleinen Rundgang über grosse Felsen und kleine Pfade durch die Sanddünen. Weisser Sand, markante Felsen, orangefarbene Flechten und die Farben der See - ein richtiger Augenschmaus! Die Schulferien dauern hier in Tasmanien bis anfangs Februar und so sind viele Inlandtouristen unterwegs. Die abgehärteten Tasmanier baden auch gerne mal im 19 Grad kalten Meer. Das ist für uns tropenverwöhnten Langzeitsegler nicht sehr verführerisch. Wir baden normalerweise bei Wassertemperaturen zwischen 24 bis 29 Grad.

Wie schon in den letzten Tagen sehen wir auch heute wieder viele Kadaver auf der Strasse. Täglich zählen wir 20 bis 30 Überreste, die einen sind kaum ein paar Tage alt und gut erkennbar. Nicht selten sind es Wallabies und Wombats die so ein trauriges Ende auf der Strasse finden. Als wir einen Farmer auf das Problem ansprechen, meint dieser lapidar, es gäbe die Viecher zu Millionen - die paar auf der Strasse würden nicht ins Gewicht fallen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
The Garden: 41°09'43.7"S, 148°17'00.2"E
Strand Binalong: 41°15'05.3"S, 148°18'21.5"E
Australien 24.01.2018   Über die Berge an die Ostküste
41°19'29.2"S, 148°17'47.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Mit unserem Fahrzeug meiden wir Naturstrassen. Wenn wir unseren Wagen mit all den Offroadern vergleichen, wird schnell klar: der Toyotabus ist nicht für Strassenabenteur gebaut worden. Trotzdem sind gut unterhaltene Naturstrassen möglich und wir versuchen es auf dieser Strecke zwei Mal.

Das erste Teilstück führte uns in ein wirklich sehenswertes Gebiet. Die trockene Strasse mit feinem Kies war komfortabel und einfach zu meistern. Jedoch beim zweiten Abstecher in die wilde Berglandschaft hatten wir weniger Glück. Leider fuhren wir bloss durch einen Wald und sahen von der Landschaft nichts. Die ersten Kilometer der Fahrbahn waren noch gut und dann wurde das Kies immer grober und die Strasse rauer. Nach der Hälfte wollten wir auch nicht mehr umdrehen und fuhren dann Teilstücke im Schritttempo. Der Telefonempfang war hier draussen dann auch noch tot - nun nur keine Autopanne auf diesem einsamen Abschnitt.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Alles ging gut und wir kamen gut durchgeschüttelt und mit einem staubigen Auto auf unserem Campingplatz an der Ostküste an.
Australien 23.01.2018   Legaler Anbau von Opium
41°27'27"S, 147°08'28.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Heute Morgen erzählt uns ein Einheimischer, dass hier in Tasmanien diese «Poppy's» angebaut werden. Wir fragen nach und realisieren, dass er von Mohnfeldern spricht. Australien ist eines der wenigen Länder das den kontrollierten und streng überwachten Anbau von Opium erlaubt. Aus der Mohn-Planze werden wichtige Wirkstoffe für die Forschung und die Medizin gewonnen. Farmen in Tasmanien produzieren etwa 50% des weltweit zugelassenen Mohnstrohs, das später zu Opiaten wie Morphium und Codein veredelt wird. Als wir die Warnschilder am Strassenrand sehen, stoppen wir und sehen uns das ganze etwas näher an. Die Pfanzen sind giftig und es sind auch schon Unfälle verzeichnet worden.
Bild wird geladen...
Weder Jakobs- noch Wanderweg
Scheinbar soll nur schon das Berühren der Pflanzen zu Vergiftungen über die Haut führen. Auch sollen die Farmer aktiv die Felder bewachen - ob das stimmt wissen wir nicht - auf jeden Fall haben wir keine grossen Zäune oder Bewachungsanlagen gesehen.

Am heutigen Tag passieren wir noch weitere dieser Felder denn wir befahren verschiedene Nebenstrassen, parallel zum Highway A1. Zwischendurch gibt es kurze Strecken die wir auf dem Highway fahren. Man darf sich unter Highway in Tasmanien keine Autobahn vorstellen - es ist fast immer nur eine ganz normale Hauptstrasse.

Übrigens haben wir bestes Sommerwetter. Seit wir unseren kleinen Elektro-Heizlüfter und die Bettflasche gekauft hatten, fielen die Temperaturen nie mehr so tief. Für nur 15 AUD (ca. 12 CHF) haben wir quasi das warme Wetter günstig erkauft;-)


Mehr Informationen zum Schlafmohn/Opium-Anbau hier:
Wikipedia: Schlafmohn
Wikipedia: Tasmanian opium poppy farming industry
Australien 22.01.2018   Mit der Fähre nach Tasmanien
41°10'24.5"S, 146°22'12.6"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Unterwegs nach Melbourne stoppen wir in Lang Lang für eine Nacht und für die verbleibenden zwei Nächte auf einem Campingplatz in Dandenong, einem Vorort von Melbourne. Kurz fuhren mit dem Auto auch in die Stadt, eigentlich nur um einen Eindruck vom Verkehr und dem Fährzugang zu erhalten. Das detaillierte Erkunden von Melbourne werden wir nach Tasmanien und sicher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen.

Am Sonntag klingelt unser Wecker bereits um 05:15 Uhr, denn wir wollen früh in die Stadt um nicht eine Verspätung durch die tägliche Autolawine zu riskieren. Uns wurde gesagt, dass eigentlich immer - selbst am Wochenende - viel auf der Strasse los sei. Die Hauptverkehrsachsen waren noch kaum benutzt und wir kamen planmässig beim Fähranleger an - und waren nicht einmal die Ersten! Schön in Kolonnen eingereiht werden alle Fahrer von Mitarbeitern der Biosecurity befragt und die Autos, Caravans und Wohnmobile inspiziert. Wir waren vorbereitet und wussten, dass einige Lebensmittel, wie zum Beispiel Äpfel, nicht nach Tasmanien mitgenommen werden dürfen.

Das Meer ist ruhig und die Fähre donnert mit 27,5 Knoten übers Meer. Das ist etwa 5x schneller als die ULANI und trotzdem dauerte die Überfahrt 9,5 Stunden. Wir richten uns auf bequemen Sesseln ein und schauen Tennis.
Bild wird geladen...
Die SPIRIT OF TASMANIA ist wieder auf dem Rückweg
Zum Glück haben wir einen Daunenschlafsack aus dem Auto mit hoch genommen, denn es wird mal wieder viel zu stark heruntergekühlt. Viele Passagiere versuchen sich mit Jacken zuzudecken und schielen dabei neidisch auf unsere Daunendecke.

Die Tage sind lang hier unten im Süden und so konnten wir noch mit den letzten Sonnenstrahlen auf den Campingplatz in Devonport fahren. Dieser liegt nur ein paar hundert Meter vom Anleger entfernt. Wir hatten reserviert und durften unseren Stellplatz auf dem grossen Gelände gleich selber aussuchen.


Koordinaten zum Anklicken:
Fähranleger Melbourne: 37°50'28.7"S, 144°55'57"E
Nacht 051+052, Dandenong: 38°02'19.5"S, 145°12'32.8"E
Nacht 050, Langlang: 38°18'28.2"S, 145°31'15.1"E
Gold Coast, Sydney, Canberra, Melbourne
Australien 17.01.2018   Wilde Koala auf Raymond Island und weiter nach Sale
38°06'49"S, 147°03'22.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
In diesem Teil von Australien ändern die Temperaturen sprunghaft. Da kann schon mal innert Stunden das Thermometer um 20 Grad fallen! Da wir das noch weiter südlich gelegene Tasmanien besuchen, haben wir gestern aufgerüstet in dem wir eine Bettflasche und ein kleiner Elektro-Heizlüfter angeschafft haben.

Auf dem heutigen Programm steht der Abstecher auf Raymond Island. Auf dieser kleinen, bewohnten Insel gibt es wild lebende Koalas die in den etwas niedrigeren Bäumen sehr gut beobachtet werden können.
Bild wird geladen...
Nicht alle sehen gleich aus
Von Paynesville aus kann man die Fähre zur Insel nehmen. Sie geht alle 20 Minuten und ist für Fussgänger kostenlos. Den Van konnten wir für zwei Stunden gleich neben dem Fährdock parken.

Der Koala-Trail geht gleich beim gegenüberliegenden Fähranleger los und ist gut beschrieben. Es nennt sich Trail, aber es ist mehr ein Spaziergang von 20 Minuten durch die Siedlung und dahinter im parkähnlichen Waldrand entlang.

Kaum gestartet sichten wir bereits eine Koala Familie. Die ersten beobachteten wir etwas länger, aber wir erblickten immer wieder eines dieser putzigen Tiere in den Bäumen. Total sichteten wir auf unserem Rundgang 16 Tiere, davon zwei Jungtiere die noch am Fell ihrer Mutter hingen. Da wir so viele Bilder machten und immer wieder stehen blieben, brauchten wir dann doch etwa eine Stunde für den Rundgang.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Diese Insel ist wohl der beste Ort um frei lebende Koalas beobachten zu können. Der ganze Ausflug ist unbedingt zu empfehlen!


Koordinaten zum Anklicken:
Parkplatz bei Fähre zu Raymond Island: 37°55'09.3"S, 147°43'30"E
Start Koala Trail auf Raymond Island: 37°55'12.7"S, 147°43'37.1"E
Australien 15.+16.01.2018   Muscheln sammeln on the Rocks und Lakes Entrance
37°52'39.4"S, 147°59'22.2"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
In den kommenden Tagen soll sich das Wetter bessern. Von einem Extrem zum anderen: es soll um die 40 Grad werden - wir können das kaum glauben, haben wir doch nun ein paar Tage richtig gefroren!

Bild wird geladen...

Um zum Fährtermin rechtzeitig in Melburne zu sein, wollen wir etwas Distanz machen. Unterwegs schauen wir uns einige Orte an, bleiben aber nicht. So fahren wir durch Eden und machen auch einen Abstecher nach Malacoota.
Bild wird geladen...
Zwischendurch mal wieder Muschel sammeln
Zurück auf dem Highway A1 - ich würde es eine Hauptstrasse nennen - fahren wir mit fast 100 durch grosse Wälder und auch einige Nationalpärke. Ein Schild bestätigt uns: wir sind nun im Staat Victoria.

Am Strassenrand liegen tote Kängurus und andere Waldbewohner (wahrscheinlich Wallabies oder Wombats). Die einen sind nur noch Fell und Knochen, andere scheinen recht frisch zu sein. Wir fahren ja absichtlich immer nur tagsüber und nie in der Dämmerung, denn genau dann sind die teils recht grossen Tiere unterwegs. Ein Känguru das 55 kg wiegt und bis 2 m gross wird möchten wir nicht auf der Motorhaube oder in der Windschutzscheibe erwischen - und dann noch mit 100 Sachen - nein Danke!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Nach dem windigen Stopp bei den «Rocks» fahren wir noch durch den Ort Malo und dann direkt nach Lakes Entrance. Der Caravanpark ist sehr gepflegt und liegt zentral. Es gefällt uns gut und wir bleiben gleich zwei Nächte hier.

Bild wird geladen...

Zu Fuss gelangen wir schnell in den Ort und über eine Fussgängerbrücke bis ins offene Meer hinaus. Obwohl sich die Wolken nun langsam verziehen, ist es noch immer kalt und auch der Wind trägt dazu bei. Im Fliespullover spazieren wir an den Strand wo die hartgesottenen einheimischen Kinder tatsächlich im Badeanzug im Sand spielen... brrrrrr... nichts für uns tropenverwöhnte Segler!


Koordinaten zum Anklicken:
Kurzer Stopp in Malacoota: 37°33'26.9"S, 149°45'33.4"E
Muschel sammeln on the Rocks: 37°48'42.6"S, 148°43'39.2"E
Durchfahrt in Malo: 37°47'47.5"S, 148°31'46.2"E
Australien 13.+14.01.2018   Pambula, Kangaroo auf dem Golfplatz
36°55'52.7"S, 149°52'51.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Das Wetter schlägt um. Bereits in der Nacht setzte stürmischer Regen ein und die Temparaturen fallen merklich. Nasskalt und klamm ist es als wir uns überwinden den Bus zu verlassen. Aufgewärmt durch die heisse Dusche und den allmorgendlichen Kaffee, fahren wir mit aufgedrehter Heizung statt Klimaanlage weiter.

Mit einem kurzen Zwischenstopp an einem unspektakulären Lookout in einem der vielen Nationalpärke, fahren wir direkt nach Merimbula. Kaufen etwas ein und nur ein Dorf südlicher in Pambula Beach wollten wir nächtigen. Als wir in die Einfahrt des Campingplatz abbiegen, finden wir uns in einer langen Warteschlange vor dem Eingang wieder.
Bild wird geladen...
Sonntagsüberraschung
Sicher 15 Fahrzeuge mit Anhänger stehen vor uns an.

Nach dem langsamen Vorrücken werden wir von der Dame gefragt auf welchen Namen wir reserviert hätten..... ähhh wir haben uns nicht angemeldet.... - ist trotzdem noch was frei? Wir hätten Glück, meint sie, es seien noch ein paar wenige Plätze verfügbar. Aber als sie uns den Preis von 83$ pro Nacht nennt, war für uns klar: hier sind wir falsch! Wir drehen um und finden nur 3 Km hinter der Küste einen Campingplatz für 43$. Eigentlich wollte die sehr nette Managerin auch hier 51$ pro Nacht haben, denn es sei dieses Wochenende noch Hochsaison. Aber schlussendlich machte sie uns doch einen besseren Preis. Sie ist nur für eine kurze Zeit als Überbrückung für diesen Job eingesprungen. Da sie aber ursprünglich aus dieser Gegend stammt, verrät sie uns einiges über die nicht mehr vorhandenen Koalas und vor allem wo wir die Kangaroo's finden können.

Am Sonntagmorgen staunten wir nicht schlecht, denn der ruhige Sportplatz gleich nebenan verwandelte sich in einen Flohmarkt. Und das direkt hinter unserem Stellplatz.


Mehr Informationen zu den Eastern Grey Kangaroo (Macropus giganteus) hier:
Wikipedia: Östliches Graues Riesenkänguru
Australien 11.+12.01.2018   Bombala, lauern auf das Schnabeltier (Platypus)
36°54'30.1"S, 149°14'23.3"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Auf dem Weg von den Snowy Mountains zurück zur Küste bietet sich Bombala für einen Stopp an. Von den freilebenden Schabeltieren in dieser Gegend wussten wir nichts und erfuhren erst auf der Touristeninformation davon. Der Campingplatz ist recht günstig und liegt direkt an einem Fluss. Man fährt einfach in diesen Park, richtet sich auf einem freien Stellplatz ein und am späteren Nachmittag erscheint die Dame von der Tourist Information und zieht das Geld ein.

Die Tiere leben frei im Fluss, sind aber eher früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang aktiv. Dann sollen sie aus ihren höhlenartigen Nestern kommen und bei ruhigem Wasser kann man sie beobachten.
Bild wird geladen...
Auf der östlichen Fussgängerbrücke
Natürlich machten wir uns am späten Nachmittag auf um dieses skurrile Tier zu sehen. Es ist eines der wenigen eierlegenden Säugetier der Welt! Bewaffnet mit drei Fotokameras begehen wir den Rundgang am Fluss. Mehrmals am Ufer und auch auf den Fussgängerbrücken bleiben wir stehen und suchen gezielt den Fluss ab - nichts. Laute Kakadus und andere Papageienarten hat es im Überfluss, auch einen wilden Hasen sehen wir - aber keine Platypus.

Mit Mückenstichen an den Beinen und etwas frustriert brechen wir die Sache ab. Am nächsten Morgen will es Sandra nochmals versuchen - ich habe die Nase voll. Aber Sandra hatte Glück und konnte tatsächlich einige Tiere im Wasser beobachten.

Nach der ersten Nacht reinigen wir das Auto von den Hinterlassenschaften der Vögel und parken um. Für die zweite Nacht stellen wir unseren Bus so zwischen die Bäume, dass wir nicht mehr unterhalb eines Nachtlagers sind.


Angaben zum Schnabeltier im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schnabeltier
Australien 10.01.2018   Khancoban, verlassener Ort auf der anderen Seite
36°13'12.4"S, 148°07'09.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Die ganze Gegend rund um Cooma liegt auf einem Hochplateau - ca. 800 bis 1000 m.ü.M. Es ist eine trockene Gegend, da auf der West- wie auch auf der Ostseite je eine hohe Bergkette die Wolken ausregnen lassen bevor sie diese Ebene erreichen. Die Strassen führen durch Bilderbuch-Landschaften die kaum bewohnt sind. Das Plateau ist geprägt von gelbem hohen Gras, gewaltigen Felsen und Steinbrocken die in den grossflächigen Schaf- und Kuhweiden zerstreut liegen sowie sporadischen Ansammlungen von sattgrünen Bäumen die den Tieren Schatten spenden.

Später führen uns Gebirgsstrassen durch Schluchten und Täler, über Staumauern und hochalpine Wälder hindurch.
Bild wird geladen...
Ganze Landstriche mit weissen, toten Bäumen
Die gewaltigen Schneeberge und felsigen Gipfel fehlen ein bisschen, sonst gibt es Parallelen zu den Pass-Strassen im Flüela- oder Ofenpass. Ein weiterer, offensichtlicher Unterschied betrifft die Bäume: anstatt Nadelhölzer sehen wir fast ausnahmslos Eukalyptusbäume, viele Farne und selten ein paar Pinien. Staumauern und Dämme kennen wir aus Europa gut und auch die Umwandlung in Strom birgt nichts spannendes für uns. Wir durchfahren dieses grosse Gebiet und müssen ab und an mal an einem einsamen Rot-Licht (Unterhaltsarbeiten an den Strassen) warten.

Kaum angehalten versammeln sich innert Sekunden mückenartige Fliegen (?) auf unseren Scheiben. Nicht eine oder zwei... nein sicher 20 Stück. Wir lassen die Fenster geschlossen, aber wir ahnen schon was da auf uns zukommen mag. Angekommen auf dem THREE MILE DAM Campingplatz, machen wir ein paar Schritte und werden wieder laufend attackiert. Fliegen verscheuchen als Haupt-Zeitvertrieb: von den Augen verscheucht ziehen sie einen kleinen Kreis und sitzen in die Ohren, von da zurück zum Mund, dann wieder in die Augen - oh ist das lästig!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Wir beschliessen weiter zu fahren und erreichen gut eine Stunde später den Campingplatz in Khancoban. Als erstes frage ich am Empfang ob sie hier auch so viele Fliegen hätten. Die nette Lady war sichtlich von der Frage überrascht: Nein, nein so viele hat es nicht. Ja, wir können das bestätigen, hier auf nur noch 300 m.ü.M. gibt es dieses Viecherproblem nicht. Dann frage ich nach einem Lebensmittelladen. Der einzige Supermarkt ist für immer zu, nur die Tankstelle hätte noch etwas weniges. Wir hatten ja zum Glück Lebensmittel eingekauft, denn das was die Tankstelle anbietet kann man vergessen. Zu mindest ist der Campingplatz mit Stausee-Zugang eine wahre Oase und hat weitaus die beste freibenutzbare Infrastruktur die wir je gesehen haben!


Koordinaten zum Anklicken:
Three Mile Dam: 35°53'10.9"S, 148°27'02.9"E
Scammell's Lookout: 36°19'24.5"S, 148°12'00.3"E
Thredbo Station: 36°30'15.3"S, 148°18'16.1"E
Australien 08. - 09.01.2018   Cooma, ab ins Gefängnis
36°14'25.2"S, 149°06'36.8"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Als grösster Ort in der Region ist Cooma ein guter Ausgangspunkt um in die Snowy Mountains zu starten. Nachdem wir den Campingplatz bezogen haben, besuchen wir das Visitor Centre. Nebst einem herzlichen Empfang und guten Broschüren erhalten wir auch viele weitere Hinweise und Infos. So erfahren wir zum Beispiel, dass man im ganzen Nationalpark frei campieren darf. Die nette Dame markiert uns auf einer Karte gleich die wichtigsten Stopps nochmals und bespricht alle Einzelheiten.
Bild wird geladen...
Heidi's Tea-House
Sie empfiehlt uns die Runde im Gegenuhrzeigersinn zu machen, so sehe der Fahrer mehr von den Bergen.

Der nördliche Teil des Nationalparks ist kostenlos und für den südlichen Teil muss man die 17 Dollar (pro Fahrzeug) nur entrichten, wenn man im Park länger verweilt oder gar übernachtet. Hauptattraktionen sind zwar Natur und die höchsten Gipfel von Australien (etwas über 2000 m.ü.M.), aber es gibt auch noch die Staudamm-Anlagen und das Gefängnis-Museum zu bestaunen. Das Museum liegt gleich im Ort und wir besuchen es direkt nach dem Visitor Centre. Wir waren überrascht, dass wir von Gefängnis-Insassen begrüsst wurden. Auch NG (das ist übrigens sein korrekter Vorname!) der ursprünglich aus Hongkong stammt, ist ein Häftling der noch weitere 2 Jahre (von insgesamt 6) hier absitzen muss. Er ist unser Tourguide und führt uns sehr kompetent und äusserst sympathisch durch die Museumsräume.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...


Koordinaten zum Anklicken:
Visitor Informations Center: 36°14'05.6"S, 149°07'33.8"E
Cooma Jail Museum Goal: 36°14'00.2"S, 149°07'22.6"E
Mount Gladstone Lookout: 36°15'04.4"S, 149°04'41.7"E
Australien 05. - 07.01.2018   Canberra, eine tote Haupstadt
35°20'03"S, 149°09'45.7"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Quer durch die Berry Mountains und durch das Kangaroo Valley stoppen wir an den Fitzroy Falls. Mit der Parkplatzgebühr von 4$ ist auch gleich der Eintritt bezahlt. Durch das Informationsgebäude mit Café hindurch führen einige Pfade zu Aussichtsplattformen rund um den Wasserfall. Dieser führt leider fast kein Wasser, stürzt aber immerhin 81 m in die Tiefe.

Unterwegs im Kangaroo Valley - wenn wundert's - sehen wir nicht ein einziges Beuteltier. Dafür viele schwarze oder schwarzweisse Kühe. Scheinbar gibt es hier viele Milch- und Fleischproduzenten.
Bild wird geladen...
Photografiert auf dem Weg zu den Politikern
Diesmal wollten wir uns auf dem Campingplatz anmelden, aber das Telefon war nicht bedient. Als wir ankommen heisst es: der Platz ist voll. Schon wieder! Auch Nachfragen nutzte nichts wir müssen zum nächsten Zeltplatz weiter. Dasselbe in Grün: alles voll! Wiederum erklären wir, dass wir nur ein kleines Fahrzeug hätten und eigentlich nur Strom für unseren Kühlschrank bräuchten. Die Chefin kommt vom hinteren Büro nach vorne. Sie hätte da was, aber wir müssten es uns vorher anschauen, ob das auch geht.

Sandra und ich beäugen den vermeintlichen Platz, sagen zu und richten uns ein. Rückwärts quetschen wir unseren Van zwischen zwei Bäume. So haben wir etwas Schatten und, geschützt durch die Hecke, auch genug Privatsphäre. Gleich vor dem Campingplatz hat es eine Bushaltestelle. Wir kaufen im Bus gleich je einen Tagespass und fahren mit den öffentlichen Verkehrsmittel zur Bibliothek. Von da reiten wir mal wieder Schustersrappen. Zum Regierungsgebäude ist es nicht weit, aber dann bis in die Innenstadt hätten wir besser den Bus genommen. Am Nachmittag wollen wir unseren Tagespass noch etwas auskosten und suchen uns eine lange Busstrecke aus.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Bequem gondeln wir so an der Universität vorbei. Draussen brennt die Sonne fast 40 Grad, aber im grossen modernen Bus sorgt die Klimaanlage für angenehme Temperaturen. Wir denken uns nichts dabei, als wir die letzten Fahrgäste sind und rechneten damit, dass es nun zurück in die City geht. Plötzlich biegen wir in ein grosses Depot ab... wir sind überrascht, verwirrt - genau wie der Busfahrer als er sich , kurz vor dem Verlassen und Abschliessen des Busses, umdreht und feststellt, dass er noch zwei Passagiere illegal ins Busdepot mitgebracht hat.

Er ist sehr nett und hilfsbereit, begleitet uns bis zum weit entfernten Ausgang und erklärt welchen Bus wir zurück in die Stadt nehmen müssten - dabei lacht er immer wieder - das sei ihm auch noch nie passiert... uns auch nicht!

Vielleicht weil es Urlaubsszeit und auch noch Wochenende ist - die ganze Stadt scheint wie ausgestorben. Auch hat es kaum Verkehr auf den gross dimensionierten Strassen.


Koordinaten zum Anklicken:
Fitzroy Falls: 34°38'49.1"S, 150°28'59.9"E
Canberra Parlament: 35°18'26.3"S, 149°07'30.7"E
Australien 03. - 04.01.2018   Berry, Showground, Shoalhaven und Blowhole
34°46'47.5"S, 150°41'39.4"E       27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2018
Das neue Jahr hat für uns ja mit dem weltbekannten Feuerwerk in Sydney begonnen. Nun geht die Landreise weiter. Die 13 Nächte auf dem Campingplatz in Sydney waren zwar sehr kurzweilig, aber nun wollen wir unsere Reise fortsetzen. Es geht nun durch den Royal National Park, dann der Küste entlang über die Sea Cliff Bridge gegen Süden.

Nach einigen Stopps unterwegs gelangen wir zum Showground in Berry. Dieser Platz ist unseres Wissens recht kostengünstig und liegt ideal auf unserem Reiseabschnitt.
Bild wird geladen...
Cambewarra Lookout
Nur leider hängt schon bei der Einfahrt ein Schild «Alles belegt - kein Platz mehr». Das kommt uns jetzt sehr ungelegen, da eine echte Alternative fehlt. Was tun?

Im Zweifelsfall nicht alles glauben... wir fahren auf den Platz und fragen höflich (möglichst hilflos wirkend) nach, ob es nicht doch eine Möglichkeit gebe... - der Platzwart meinte: eigentlich nicht, er dürfe nicht,... aber mal schauen... und schwupps wir haben einen guten Platz mit Strom für die nächsten zwei Tage.

Das gibt uns genug Zeit um die Gegend zu erkunden und auch um meinen mühsamen Husten etwas zu kurieren - oder zumindest den Status zu verbessern.


Koordinaten zum Anklicken:
Cambewarra Lookout: 34°47'58.5"S, 150°34'39"E
Kiama Blow Hole Lookout: 34°40'19.1"S, 150°51'49.3"E
  Impressum & Rechtliches

Haftungsausschluss:
Die Inhalte des Internetauftritts wurden mit grösstmöglicher Sorgfalt und nach bestem Gewissen erstellt. Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr hinsichtlich der inhaltlichen Richtigkeit, Genauigkeit, Aktualität, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit der Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor wegen Schäden materieller oder immaterieller Art, welche aus dem Zugriff oder der Nutzung bzw. Nichtnutzung der veröffentlichten Informationen, durch Missbrauch der Verbindung oder durch technische Störungen entstanden sind, werden ausgeschlossen. Alle Angebote sind unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.

Haftung für Links:
Verweise und Links auf Webseiten Dritter liegen ausserhalb unseres Verantwortungsbereichs Es wird jegliche Verantwortung für solche Webseiten abgelehnt. Der Zugriff und die Nutzung solcher Webseiten erfolgen auf eigene Gefahr des Nutzers oder der Nutzerin.

Urheberrechte:
Die Urheber- und alle anderen Rechte an Inhalten, Bildern, Fotos oder anderen Dateien auf der Website gehören ausschliesslich Philippe Ochsenbein oder den speziell genannten Rechtsinhabern. Für die Reproduktion jeglicher Elemente ist die schriftliche Zustimmung der Urheberrechtsträger im Voraus einzuholen.

Datenschutz:
Gestützt auf Artikel 13 der schweizerischen Bundesverfassung und die datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Bundes (Datenschutzgesetz, DSG) hat jede Person Anspruch auf Schutz ihrer Privatsphäre sowie auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Wir halten diese Bestimmungen ein. Persönliche Daten werden streng vertraulich behandelt und weder an Dritte verkauft noch weiter gegeben.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Google Analytics:
Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. (“Google”). Google Analytics verwendet sog. “Cookies”, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Im Falle der Aktivierung der IP-Anonymisierung auf dieser Webseite wird Ihre IP-Adresse von Google jedoch innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zuvor gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Die im Rahmen von Google Analytics von Ihrem Browser übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website voll umfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

Gerichtsstand:
Diese Webseite untersteht schweizerischem Recht. Ausschliesslicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist Zürich (Switzerland).

Kontaktaufnahme:
Für eine Kontaktaufnahme benutzen Sie bitte die E-Mail Adressen auf der Seite Kontakt



© 2017  Philippe Ochsenbein  -  Switzerland